Schreiben in der Trauer

Marion Finney, die Leiterin der Schreibwerkstatt, freut sich auf viele Teilnehmer und einen schönen Workshop.

Schreiben kann ein Weg sein um seine Gefühle auszudrücken, um sich selbst näher zu kommen. Wenn das Schicksal zuschlägt, sind Trauer und Entsetzen oft sehr groß. So kann das Schreiben ein Ventil sein, sowohl erstarrte Gefühle als auch ein Gefühlschaos zu ordnen. Gerade in der Trauer kann schreiben helfen, Halt in der Welt zu finden. Dabei muss man keine komplizierten Texte schreiben und kein Talent mitbringen. Im Gegenteil, wenn man die Vorbehalte hinter sich lässt, erfährt man in den Texten wirklich Neues über sich.

Das Schreiben in der Gruppe fördert die Kommunikation. Durch den Austausch können die Teilnehmer erkennen, dass sie mit ihrer Trauer nicht alleine sind und können sich wechselseitig Anregung geben. Zudem hat sich in Untersuchungen der Trauerforschung (Furnes und Dysvik, 2012) gezeigt, dass das Schreiben zu vorgegebenen Themen, es den Teilnehmern erleichtert, sich mit den belastenden Gefühlen und Gedanken auseinanderzusetzten.

Das Gruppentreffen wird jede Woche durchgeführt, um das Programm in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen zu halten. Außer Papier und Stift werden keine Materialen benötigt. In dieser Schreibwerkstatt sind alle Menschen willkommen, die gerne schreiben und sich mutig den Trauerthemen stellen möchten. Ein Vorgespräch ist wünschenswehrt, eine Anmeldung erforderlich. Die Gruppengröße von mindestens 3 bis maximal 6 Personen ermöglicht jedem Teilnehmer stabilisierende und wertschätzende Begleitung.

Die Schreibwerkstatt umfasst zehn Gruppentreffen. Sie findet in der Pfarrgemeinde am Agathawall 14 in 47589 Uedem statt. Die Termine sind jeweils mittwochs, ab dem 17. Oktober bis zum 19. Dezember, in der Zeit von 18.30 bis 20.30 Uhr.

Anmeldung: Malteser Hilfsdienst e.V. Ambulanter Hospizdienst am Niederrhein Goch/Uedem - Xanten/Sonsbeck Telefon +49 (0) 2825 538-60 Mobil +49 (0) 151 2260 3052 E-Mail hospiz.niederrhein@malteser.org