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Malteser Münster

Oktober

Kerstin Hötzel (34), Leiterin Einsatzdienste bei den Maltesern im Kreis Steinfurt

Sie ist Schilder- und Lichtreklameherstellerin. Zu ihren Hobbys zählen ihr Hund und natürlich die Malteser.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit August 2001.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin derzeit Leiterin Einsatzdienste der Malteser im Kreis Steinfurt und vertrete gegenüber dem Kreis und anderen die Einsatzeinheiten im Kreis.
In der Ortsgliederung Ochtrup bin ich Helferin, übernehme aber auch hier Aufgaben, wo ich benötigt werde.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Das „Wir-Gefühl“, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein und sich nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten einbringen zu können.
Schön finde ich auch, auf überregionalen Einsätzen wie dem DKT (Deutscher Katholikentag) Gleichgesinnte zu treffen, dort sind auch schon die einen oder anderen Freundschaften entstanden!

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Das gestaltet sich oft schwierig. Über Tag während der Arbeit bin ich immer nur bedingt ansprechbar, alles weitere fällt in die Freizeit abends oder am Wochenende, aber gerne nimmt man auch schon mal Urlaub, zum Beispiel für den DKT, der regelmäßig stattfindet.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Da fallen mir zwei ein. Zum einen der G20-Gipfel im letzten Jahr, wir Malteser gemeinsam mit dem Kreis Steinfurt, DRK, Feuerwehr und DLRG im Einsatz waren. Die Vorbereitungsphase war sehr intensiv und zeitraubend. Aber die Mühe hat sich gelohnt und wir haben viele Erkenntnisse aus diesem Einsatz mitnehmen können.
Als zweites fällt mir der DKT ein, hier durften wir schon mehrfach die Besucherunterkünfte organisieren und betreiben, aber auch die sanitätsdienstliche Seite des Einsatzes. Ich habe hier mehrfach die Besucherunterkünfte, die in Schulen sind, stellvertretend aber auch selbstverantwortlich geleitet. Ich nehme aus solchen Einsätzen immer gerne neue Erfahrungen mit und lasse diese bei neuen Einsätzen miteinfließen.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Bei den Maltesern bekomme ich die Möglichkeit, mich in unterschiedlicher Weise einzubringen. Es gibt einem das Gefühl, zu einem großen Ganzen zu gehören und dieses mitgestalten zu können.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass es uns immer wieder aufs Neue gelingt, unsere Aufgaben und Herausforderungen zu meistern.
Dass wir unsere Mitmenschen für die ehrenamtliche Arbeit der Malteser auch in Zukunft begeistern können.

Urs Middendorf (48) von den Maltesern in Emsdetten

Seine Hobbies sind Malteser, Musik, Briefmarken sammeln und unnützes Wissen. Früher hat er als Speditionskaufmann gearbeitet, mittlerweile ist er Rentner.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit dem 1. Mai 1988. Ab August 1988 habe ich auch meinen Zivildienst bei den Maltesern gemacht.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich engagiere mich auf Diözesanebene viel in unserer Beratungsgruppe Finanzen, hier bin ich einer von zwei Vorsitzenden. Auch die Themen Verbandsentwicklung, Ehrenamt 2020 und DUKE liegen mir sehr am Herzen. Auf Bundesebene bin ich in der Projektleitung für unsere TeamPlattform aktiv.  

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Herzlichkeit bei der Zusammenarbeit mit anderen Maltesern. Das habe ich in anderen Bereichen nie so kennengelernt. Selbst beim größten Streit sind die Malteser noch herzlich zueinander.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Ich genieße da einen gewissen Luxus als Rentner. Dieser ermöglicht mir, im Ehrenamt bei den Maltesern aktiv zu sein. Ich muss mich also nicht den ganzen Tag zu Hause um meine Briefmarkensammlung kümmern.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Es gibt natürlich mehrere im Laufe der Jahre und Jahrzehnte. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Rückholdienst im Jahr 1989 aus Clegden in Ungarn. Der Ort liegt etwa 50 km östlich von Budapest. Nach ihrem Urlaub am Plattensee war eine Familie gestrandet. Der Vater war nämlich erkrankt und die restliche Familie konnte kein Auto fahren. Ich bin dann nach Ungarn geflogen, um die Familie samt Auto und Anhänger abzuholen und nach Deutschland zurückzubringen. Das war aufregend! Ich musste Flug, Taxi und Hotel selbst organisieren. Dann die unterschiedlichen Währungen. Auf der Rückfahrt löste sich dann kurz hinter Wien ein Rad des Anhängers, welcher übrigens mit 300 Brathähnchen und mehreren Säcken Paprika beladen war. Ich konnte dann am nächsten Rastplatz abfahren, alles ist gut gegangen. Trotz der Schwierigkeiten bin ich sonntags gegen 21 Uhr in Dinslaken angekommen, hier wohnte die Familie. Dann bin ich mit dem Zug nach Münster gefahren und mit der Regionalbahn weiter nach Emsdetten. Puh! Am Montagmorgen hatte ich meinen ersten Arbeitstag und begann meine Ausbildung zum Speditionskaufmann.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Das ist gar nicht mal so leicht, in Worte zu fassen. Erstens finde ich hier eine sinnvolle Aufgabe, ich kann trotz meiner Behinderung und Frührente meine Fähigkeiten einbringen und hänge nicht zu Hause rum. Zweitens gefällt mir das Konzept der Malteser. Ich finde, wir sind ein sehr innovativer Verein, der sehr flexibel und schnell in Notsituationen für Menschen reagieren kann, zuletzt z.B. in der Flüchtlingshilfe. Dass ich mich mit meinen Fähigkeiten gut einzubringen kann und eine positive Rückmeldung zu meinem Engagement bekomme, ist toll. Wir entwickeln unseren Verband immer wieder weiter und verlieren unseren Auftrag, Menschen zu helfen, nicht aus den Augen. Und ich kann einen kleinen Teil dazu beitragen. Das gefällt mir sehr gut!

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern für die nächsten 65 Jahre weiterhin die Flexibilität und die Helferinnen und Helfer, die es braucht, um die gute Arbeit fortzuführen. Vor allem in Krisensituation, die die Malteser bisher immer mit Bravour gemeistert haben.

Susanne Maubach (53) von den Maltesern in Emmerich

Ist Diplom-Restauratorin für Gemälde, Skulpturen und Altäre. Zu ihren Hobbys zählen die Kunst wie Zeichnen, Malen und Fotografie, die Klassische Musik, Segeln und der heimatliche Garten. Aber im Besonderen natürlich ihre Tätigkeit bei den Maltesern.        

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 9 Jahren bin ich aktives Mitglied bei den Maltesern.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich unterstütze meinen Mann in der Leitung Notfallvorsorge in Emmerich, vor allem im Bereich der Sanitätsdienste und Zelte. Als Rettungshelferin bin ich im Sanitätsdienst und im Katastrophenschutz tätig. Da ich aber auch gewählte Helfervertreterin bin, kümmere ich mich um die Belange der Helfer, für all ihre Sorgen und Wünsche, bei gegebenen Anlass mit Meldung an die Ortsleitung und andersherum. Bei Bedarf engagiere ich mich, auch als Jugendgruppenleiterassistentin in der Jugendgruppe. Man könnte genauso gut sagen, ich bin da, wo ich gebraucht werde.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Mich hat der Spruch "um Gottes Willen für den Menschen" überzeugt und dies möchte ich auch gerne umsetzen. Ich erlebe in dieser christlichen Gemeinschaft eine große Toleranz im Glauben und im Umgang mit dem Nächsten. Der Glaube wird bezeugt, indem glaubwürdig geholfen wird. Hilfe zeigt sich auch darin. dass mit ihr ein Zeugnis der Liebe erkennbar ist.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Da ich selbstständig tätig bin, kann ich meine Zeit selbst einteilen, hierbei muss ich mich oft bremsen, dass meine ehrenamtliche Tätigkeit nicht überhandnimmt. Denn alles, was beruflich liegen bleibt, muss nachgeholt werden. Es sollte eine gesunde Mitte zwischen Beruf, Familie und dem Ehrenamt sein.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Oh, da gibt es vieles, das würde nun hier den Rahmen sprengen. Als besondere Beispiele, der Papstbesuch in Freiburg, die Ferienfreizeit auf Ameland, unsere Unterstützung in der Flüchtlingshilfe und der ein oder andere Sanitätsdienst, als besonderes Ereignis in diesem Jahr mit der Malteserseifenkiste in Hochelten den Berg hinunter zu rauschen.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Es macht mir Spaß im Team anzupacken. Neben dem erlernten Wissen, etwas sinnvolles zu tun und Gleichgesinnte kennenzulernen. Ich kann meine Talente mit einbringen und stelle dabei fest, dass ich gebraucht werde. Es macht mir Spaß und ich erlebe viel, egal ob mit Jung oder Alt.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern in den nächsten 65 Jahren, dass viele Menschen den Weg finden sich in der Malteserarbeit zu engagieren. Damit der Geist der Nächstenliebe weiter erhalten bleibt.

Max-Joachim Gutermuth (78), Fördermitglied

Der Diplom-Kaufmann war früher aktiv bei den Maltesern in Münster und ist seit vielen Jahren Fördermitglied. Im letzten Jahr wurde er mit der Malteser Dankplakette der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens ausgezeichnet. Insgesamt ist der Rentner seit über 60 Jahren Malteser Mitglied. Seine Hobbies sind Segeln, Tennis, Ahnenforschung und Reisen.

Wie lange sind Sie schon bei den Maltesern?

Über die Jugendorganisation Neu-Deutschland bekam ich Kontakt zum MHD, dessen Mitglied ich Ende 1955 wurde. Ab der Zeit war ich 7-8 Jahre aktiv; in der Folgezeit bis heute förderndes Mitglied.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Nach Absolvierung der entsprechenden Kurse wurde ich 1957 als Gruppenführer und 1959 als ehrenamtlicher Bereitschaftsführer in Münster eingesetzt. Damit war ich für die Ausbildung und den Einsatz von über 100 Ersthelfern, Sanitätern, Fernmeldern und Kraftfahrern verantwortlich. Nach 7/8 Jahren beendete ich meine aktive Zeit aus Gründen der Ausbildung, Berufszeit und Familiengründung; seitdem bin ich dem MHD als förderndes Mitglied treu geblieben.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Von Anfang an hat mich die Idee und Zielsetzung des MHD begeistert. Bei den Maltesern habe ich viel gelernt, eine begeisterungsfähige und einsatzfreudige Gemeinschaft erlebt, mit der der Einsatz für den Nächsten eine Freude war.

Wie haben Sie früher Ehrenamt und Beruf unter einen Hut gebracht?

Während meiner aktiven Zeit habe ich als Schüler für den Besuch von Kursen und die Teilnahme an Einsätzen um entsprechende Befreiung vom Schulunterricht ersucht, die mir auch gewährt wurde. Als Student konnte ich meine Zeit freier einteilen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Beeindruckt hat mich immer wieder die Dankbarkeit der Menschen, denen wir helfen konnten. Meine interessantesten Einsätze waren die Betreuung von Kranken und behinderten Mitmenschen während der Pilger-Sonderzug-Wallfahrt nach Banneux/Belgien 1960, der Einsatz während des Eucharistischen Weltkongresses in München 1960 sowie die Teilnahme an der LSHD-Übung „Sternschnuppe“ 1962 im Landkreis Tecklenburg als Schiedsrichter.

Wieso engagieren Sie sich für die Malteser? Was ist Ihre Motivation?

Hauptmotivation für mich waren die caritative und soziale Tätigkeit am Nächsten sowie der Einsatz für die, die unsere Hilfe am dringendsten benötigen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern, dass ihnen stets eine ausreichende Zahl von aktiven Helfern und fördernden Mitgliedern zur Verfügung stehen, damit Idee und Zielsetzung des MHD lebendig fortgeführt werden können.

Miriam Lockschen (26) von den Maltesern in Moers-Xanten

Ist examinierte Altenpflegerin. Liebt es, zu reisen, zu fotografieren und natürlich die Jugendarbeit bei den Maltesern. Geht auf San-Dienste, steht auf Karneval und verbringt gern Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit August 2007.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich leite und repräsentiere unsere Jugendarbeit im Ortsverband. Dazu plane und führe ich Gruppenstunden gemeinsam mit den anderen Gruppenleitern durch. Den Kindern und Jugendlichen bringen wir dabei zum Beispiel altersgerecht Erste Hilfe nahe. Zusammen mit den Kindern und Jugendlichen nehme ich an verschiedenen Lagern der Malteser teil. Mit viel Spiel, Spaß und Freude vermittel ich Wissen und gebe die Begeisterung für Soziales Engagement sowie den Malteser Erwachsenenverband weiter. Ich zeige den Kindern und Jugendlichen, was es heißt, bei den Maltesern tätig zu sein und mache ihnen das Vereinsleben schmackhaft. Eine weitere Aufgabe ist das Aufbauen von weiteren Kinder- und Jugendgruppen in Moers-Xanten.
In der Notfallvorsorge besetze ich Sanitätsdienste auf verschiedenen Veranstaltungen und leiste erweiterte Erste Hilfe.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Mir gefällt an den Maltesern, dass man in verschiedenen Bereichen tätig sein und sein Wissen und Können einbringen kann. Bei den Maltesern sind die unterschiedlichsten Leute mit verschiedenen Berufen tätig, so dass man voneinander lernen kann, vieles für sich persönlich mitnimmt und man sich im Team austauschen kann. Dazu lernt man durch die verschiedenen Dienste auch viele neue Leute aus vielen Orten kennen. Bei den Maltesern warten bei unseren vielfältigen Aufgaben immer wieder neue und persönliche Herausforderungen, an denen ich selber wachsen kann. Ich hätte früher nie gedacht, dass ich heute selber eine Kinder- und Jugendgruppe leite und meine Freude an den Maltesern weitergeben kann. Was mir besonders gefällt, ist, dass ich mir in beiden Bereichen - also Jugend und Notfallvorsorge - selber die Zeit einteilen kann, so dass ich auch beiden Diensten gerecht werden kann.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Durch eigene Zeiteinteilung und das Zusammenarbeiten im Team gelingt es mir, mein Ehrenamt und meinen Job unter einen Hut zu bekommen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Mir ist ein Einsatz ganz besonders in Erinnerung geblieben: Bei dem Einsatz gab es im Team eine starke Meinungsverschiedenheit. Als dann aber der Notfall reinkam, arbeiteten wir Hand in Hand und die Meinungsverschiedenheit war erstmal bei Seite geschoben, denn der Patient und seine Gesundheit standen im Vordergrund. Es war ein toller Einsatz, weil wir trotz der Meinungsverschiedenheit als Gemeinschaft an einem Ziel gearbeitet haben. Und das war, das Leben des Patienten zu retten. 
In der Jugend sind alle Erlebnisse interessant, denn es ist immer schön, wenn man aus den verschiedensten Orten aufeinandertrifft und eine schöne Zeit miteinander verbringt. Denn jeder unterstützt jeden. Als zum Beispiel Kinder aus unserer Jugend mit zur Amelandfreizeit mitfahren wollten, wir drei Gruppenleiter aber aufgrund verschiedener Gründe nicht mitfahren konnten, hat ein anderer Ortsverband nach einer Anfrage unserer Diözesanjugendreferentin Annalena sofort zugesichert, dass sie unsere Kinder mitnehmen. Es fühlt sich gut an zu wissen, dass man bei den Maltesern nie allein ist.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

In der Malteser Jugend engagiere ich mich, weil ich die Jugendarbeit wiederaufleben lassen möchte. Ich will ein kleines Stück Erfahrung und vor allem viel Freude am Helfen weitergeben. Ich will unsere Kinder und Jugendlichen in der Helferschaft weiterhin fördern und fordern, damit Jugend und Erwachsenenverband "Hand in hand gehen". 
In der Notfallvorsorge ist es fast genauso. Ich möchte die Freude am Helfen und die Begeisterung an der Ersten Hilfe an neue ehrenamtliche Helfer weitergeben. Wenn ich auf einem Sanitätsdienst bin, ist das ganz anders als mein Beruf "im normalen Leben". Das ist spannend!

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern im Bistum Münster weiterhin viel Erfolg und dass viele neue Menschen für die Malteser tätig werden.

Chris Terhart (56) aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) der Malteser in Rees

Ist Diplom-Pädagoge. Zu seinen Hobbies zählen Fußball und Fotografie.

Wie lange sind Sie schon bei den Maltesern?

Seit April 2015.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

In unserer ZUE kümmere ich mich um die pädagogische Betreuung. Außerdem bin ich Freizeitpädagoge und Projektleiter des FC Horizont INT. - Team of Nations. In diesem einzigartigen Projekt widmen sich Deutsche und Flüchtlinge gemeinsam dem Sport.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Es ist der Umgang mit vielen ganz besonderen Menschen, gerade auch mit Blick auf das Projekt, welches die Arbeit zu einer echten Herausforderung werden lässt. Kulturelle und religiöse Vielfalt, die - aus europäischer Sicht – spannenden Erfahrungen, mit Menschen aus Ländern arbeiten zu dürfen, die uns bislang weitestgehend verschlossen geblieben sind. Und nicht zuletzt die – nicht weniger spannenden und oft auch leidvollen - individuellen Geschichten eines jeden Einzelnen. All dies macht diese Arbeit so einzigartig.

Was war Ihr interessantestes und bemerkenswertestes Erlebnis?

Die sicher herausragendsten Erlebnisse der beiden vergangenen Jahre sind zum einen der Gewinn des Förderpreises ‘Helfende Hand' und die damit verbundene Verleihung im Bundesinnenministerium in Berlin (2016). Und zum anderen der 1. Preis der Sportförderstiftung des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, den wir zusammen mit unserem Kooperationspartner SV Fortuna Millingen 1920 e.V. gewonnen haben. Dazu gehörte natürlich auch die feierliche Preiverleihung in der BayArena im Dezember 2017. Diese Anerkennungen ehren uns und spornen uns sicher an. Genauso dankbar bin ich jedoch auch für die Anerkennung der Menschen, denen wir unser tägliches Engagement widmen. Sie verleihen uns zwar keine Preise, aber sie entlohnen unser Engagement mit dankbarer Mimik. Einzigartig und daher bemerkenswert ist auch unser Bemühen um besonders talentierte Fußballer, die in unsere Einrichtungen kommen. Es ist Teil unseres Konzepts, diese Talente zu fördern, auch wenn sie unsere Einrichtungen bereits wieder verlassen haben. Wir begleiten sie auf ihrem Weg in die Professionalität, indem wir beispielsweise Probetrainings bei höherklassigen Clubs vermitteln. Es macht mich stolz, dass ehemalige Spieler des FC Horizont INT. inzwischen Perspektiven bis hin in die Regionalliga haben. Das erforderliche Rüstzeug bekommen diese Spieler während ihres Aufenthaltes bei uns, indem sie in speziellen Deutschkursen die „deutsche Fußballsprache“ erlernen.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Die vergleichsweise hohe Fluktuation in unseren Einrichtungen, aber insbesondere die unsere Bewohner mit der einhergehenden Vielfalt, sorgen für einen mehr als abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass kein Tag dem Anderen gleicht. Das ist nicht nur eine besondere Herausforderung, sondern macht den Dienst gleichsam spannend.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern, nicht nur im Bistum Münster, für die Zukunft, dass sie – trotz der vielfältigen Aufgaben – ihre sprichwörtliche Nähe vor Ort nicht verlieren. Nähe bringt Orientierung und Sicherheit, nicht nur den Mitarbeitern. Insoweit hat der Slogan “...weil Nähe zählt“ immer seine Berechtigung.

Heinz Loddenkötter (68) von den Maltesern in Telgte

Er fährt Fahrrad und reist sehr gerne.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 50 Jahren bin ich bei den Maltesern in Telgte ehrenamtlich tätig.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Bei den Maltesern in Telgte bin ich seit 50 Jahren Helfer in der Betreuungsgruppe, seit 1980 Zugführer im Katastrophenschutz und seit 1990 Stadtbeauftragter.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Am besten gefällt mir die Gemeinschaft.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Ich bin mittlerweile Rentner und habe zum Glück kein Problem mehr damit, Ehrenamt und Beruf unter einen Hut zu bringen.

Was war Ihr interessantester/ erfolgreichster/ bemerkenswertester Einsatz/ Erlebnis?

Meine schönsten Einsätze waren: Hochwasser in Magdeburg, Weesenstein, Glatz, Oppeln und Hydebreck, die Hilfsgütertransporte nach Schlesien, einem behinderten Kind in Schlesien zu helfen. Die Romwallfahrten für Menschen mit Behinderung. Ein besonderes Erlebnis war der Umbau eines Kindergartens für behinderte Kinder in Zagreb.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Es motiviert mich, anderen etwas von meinem Glück weiter- bzw. zurückzugeben.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass die Malteser viele neue ehrenamtliche Helfer und Helferinnen finden.
 

Tristan Linnemann (19) von den Maltesern in Emsdetten

Macht ein FSJ bei den Maltesern in Münster. In seiner Freizeit ist er bei den Maltesern auch ehrenamtlich sehr aktiv und trifft sich gern mit Freunden.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit fünf bis sechs Jahren.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Gruppenleiter einer Kindergruppe und Stadtjugendsprecher in Emsdetten. Meine Aufgabe sehe ich vor allem in der Repräsentation und auch Leitung der Malteser Jugend auf Ortsebene.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Am besten gefällt mir die Gemeinschaft, die ich bei vielen verschiedenen Aktionen erfahren darf. Hinzu kommt die Möglichkeit, mich auf vielfältige Weise einzubringen - Einsatzeinheit und Jugend - und auch über Ortsgrenzen hinaus Leute kennenzulernen.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Das ist gar nicht so einfach. Besonders seitdem ich mein FSJ bei den Maltesern mache. Da ist die Trennung dann oft gar nicht so einfach. Der Vorteil ist jedoch, dass mein Vorgesetzter meine ehrenamtliche Tätigkeit natürlich unterstützt und auch versteht. Um beides unter einen Hut zu bringen, versuche ich meine „Malteserzeit“ möglichst effektiv zu nutzen, um dann auch Freiräume im Alltag zu bekommen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Das ist wirklich schwer bei den vielen „geilen“ Sachen, Aktionen und Einsätzen, die ich bisher erlebt habe. Besonders ist mir jedoch das Bundeslager bei uns in Münster im Gedächtnis geblieben. Es hat sich ein wenig wie ein Pfingstlager mit 500 Menschen mehr angefühlt. Eine Riesen-Aktion!

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Bei den Maltesern bekomme ich die Möglichkeit, ganz verschiedenen Menschen auf unterschiedliche Art zu helfen. Dadurch habe ich das Gefühl, wirklich etwas Sinnvolles zu tun und sehe auch, dass meine Arbeit etwas bewirkt.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern, dass die Jugendarbeit weiter ihren Stellenwert behält oder sogar vergrößert. Auch das Thema Wertschätzung sollten wir uns im Verband noch mehr auf die Fahnen schreiben.
 

Marion Hermes (54) von den Maltesern in Dorsten

Arbeitet bei der Caritas als Fahrerin für ‚Essen auf Rädern‘. Zu ihren Hobbies zählen das Singen im Kirchenchor, ihr Hund und ihre Katze, Sport und natürlich die Malteser.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin seit dem Jahr 2000 Teil des Teams.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern.

Meine Aufgabe ist es, alte und einsame Menschen im Heim oder zu Hause zu besuchen und ihnen mit Gesprächen, Spaziergängen oder auch Kartenspielen die Nachmittage zu erheitern. Dabei entwickeln sich oft jahrelange Freundschaften. Außerdem engagiere ich mich beim Rollstuhlfahrer-Treff und unterstütze die Malteser bei Aktionen und Festen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Gemeinschaft, das freundliche Miteinander und die interessanten gemeinsamen Aktivitäten.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Da Caritas und Malteser sehr gut miteinander zusammenarbeiten, kann ich meinen Job immer sehr gut mit meinem Ehrenamt vereinbaren.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Das erste beeindruckende Erlebnis war zugleich eins der schönsten: die 50-Jahre-Jubiläumsfeier der Malteser im Dom von Münster. Ein großes Orchester spielte „Everything I do, I do it for you” von Bryan Adams beim Einzug der Malteser-Gruppen und begleitete den festlichen Gottesdienst mit wunderschönen Klängen. Und: die Wallfahrten mit den Rollstuhlfahrern nach Rom, verbunden mit einer Papst-Audienz am Petersdom, werden mir immer unvergesslich in herzlicher Erinnerung bleiben.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Meine größte Motivation ist mein katholischer Glaube und der daraus entspringende Wunsch, Gutes zu tun und den Menschen Freude zu bereiten.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Glück, Freude, viel liebenswerten und beständigen Malteser-Nachwuchs sowie weiterhin eine sehr gute Zusammenarbeit.
 

Bernhard Kuper (71) von den Maltesern in Münster

Gelernter Kundendiensttechniker. Zu seinen Hobbies zählt das Anlegen und Pflegen der Familiengärten.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 1962. Und seit 1964 in der Diözese Münster.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Ersthelfer, Sanitäter, Ausbilder für Erste Hilfe, Pflegediensthelfer, Feldkoch und Rettungssanitäter. Seit 1970 bin ich bei den Maltesern in Münster im Betreuungszug bzw. in der Feldküche des Zivilschutzes tätig.
Im Jahr 1972 habe ich unsere Mobile Küche aufgebaut und bin seitdem Leiter der Mobilen Küche.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen im Stadtverband Münster und mit anderen Stadtverbänden, die Kameradschaft und der mir anvertraute Einsatzbereich.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Mein Arbeitgeber und Abteilungsleiter haben meine ehrenamtliche Arbeit bei den Maltesern stets unterstützt.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Die Verpflegung der Bevölkerung am Dom zu Münster, unter anderem zum Besuch von Papst Johannes Paul II., dem Bistumsjubiläum, den Ökumenischen Pfingstmontage, dem Kfd-Jubiläum und dem Papstbesuch von Benedikt XVI in Freiburg. Und natürlich auch die Verpflegung der Helferinnen und Helfer während verschiedener Wallfahrten - Rom, Lourdes, Telgte – und bei Bereitschaftsdiensten von Großveranstaltungen, wie die Fußball-WM in Köln, die Loveparade Duisburg, das Hochwasser im Kreis Steinfurt – Borken in Heek, das Elbehochwasser in Sachsen-Anhalt oder das Hochwasser in Münster.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Um Hilfsbedürftigen, Armen und Kranken im Sinne des christlichen Glaubens zu helfen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass die Glaubensüberzeugung aktiver sichtbar wird, dass die Kameradschaft und der Zusammenhalt zwischen den Helferinnen und Helfern noch mehr zunimmt und dass die verschiedenen Helfergruppen noch unbürokratischer mit Materialien ausgestattet werden, damit sie ihren Dienst optimal leisten können.
 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE33370601201201214730  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7