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Malteser Münster

Januar19


Matthias Mersmann (36) von den Maltesern in Haltern am See

Er ist verheiratet, hat zwei Kinder. Der Gesundheits- und Krankenpfleger ist Pflegedienstleiter beim Caritasverband Datteln und Haltern am See e.V. – Sozialstation Haltern am See.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Offiziell bin ich seit dem 01.08.1993 Mitglied, also seit über 25 Jahren. Ich war jedoch schon oft vorher mit meinem Vater für die Malteser unterwegs oder durfte ihn zu Erste-Hilfe-Kursen begleiten.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

In Haltern am See bin ich stellvertretender Stadtbeauftragter sowie Leiter Ausbildung, somit viel für Koordination von Diensten zuständig. Leider gehört auch viel Verwaltungsarbeit am PC zu den Aufgaben, wie zum Beispiel die Abrechnung von Kursen oder das Schreiben von Rechnungen.
Darüber hinaus habe ich die Qualifikation zum Verbandführer und Einsatzleiter in der Notfallvorsorge. Hier führe ich zusammen mit anderen Führungskräften die Einsatzeinheit 04 der Malteser im Kreis Recklinghausen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Gemeinschaft – und dass sich jeder, ungeachtet seiner persönlichen Fähigkeiten, einbringen kann. So versuchen wir in Haltern besonders Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenzubringen und in unseren Diensten zusammenzuarbeiten.
Ein besonderes Erlebnis waren immer die großen Malteser Einsätze und Veranstaltungen: Katholikentag, Papstbesuch, Fußballländerspiele oder große Konzerte.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Lacht… Ja, das ist manchmal schwierig… Wenn man mal wieder am Wochenende auf einem Kocheinsatz war und hart gearbeitet hat und man am Montag wieder ins Büro muss. Aber ich habe in meiner beruflichen Laufbahn immer von meiner Tätigkeit im MHD profitiert. So konnte ich durch meine Tätigkeit als Ausbilder schon für das mündliche Abitur und mein Examen als Gesundheits- und Krankenpfleger üben, so fiel mir das Sprechen vor Prüfern nicht schwer. 

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Wichtig ist hier sicherlich, dass ich 1993 meine Frau bei den Maltesern kennengelernt habe, seit 2005 sind wir ein Paar und seit 2012 verheiratet. 

Ansonsten war sicherlich unser Einsatz am Halterner Schulzentrum nach dem Absturz der Germanwings Maschine 2015 der Einsatz, der mir immer in Erinnerung bleiben wird. Es war wirklich eine sehr beklemmende Atmosphäre, aber wir Malteser konnten in Haltern am See wenigstens versuchen, ein wenig zu helfen. Und wenn es nur Kaffee und Getränke für die Notfallseelsorger waren oder wir uns um das medizinische Wohl der Trauergemeinde kümmern konnten.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Weil mich die Geschichte der Malteser besonders beeindruckt – seit über 900 Jahren engagieren sich Menschen in direkter Folge für einen Leitsatz: „tuitio fidei et obsequium pauperum“ (Wahrung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen). 
Und weil wir als Einzelpersonen nicht viel erreichen können. Aber wenn dann unser Funkmeldeempfänger geht und dann innerhalb kürzester Zeit über 20 Malteser in unserer Einsatzeinheit bereitstehen. Das ist schon ein tolles Gefühl!

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass sich die Malteser Ihrer Traditionen und Werte bewusst bleiben! Finanzen sind wichtig und ohne Geld können wir nicht arbeiten. Aber den Ehrenamtlichen darf die Arbeit nicht durch Bürokratie verleidet werden. Und die Wurzeln der Malteser – Ausbildung, Katastrophenschutz und Jugendarbeit müssen Kern und größtes Ziel bleiben!

Michael Frenzel (56), Kreisbeauftragter der Malteser im Kreis Borken

Er ist Unternehmer in der Wurstbranche und wenn die Zeit es zulässt, fährt er hin und wieder gerne Ski in den Alpen. Seit 1994 hat er den Bootsführerschein See und wenn er Urlaub macht, fährt er gerne nach Italien zum Gardasee. Mit Wasserski kann er nicht so viel anfangen, da fährt er lieber das Boot. Er reist gerne in Europa und versucht, Sprachen zu lernen. Alles, was er mit dem Wohnwagen erreichen kann, ist für ihn besser, da er nicht so gerne fliegt;-)

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 1978 bin ich Malteser und das sage ich auch gerne; Ich bin nicht bei den Maltesern, ich bin Malteser. Aus Überzeugung und Leidenschaft - immerhin schon 40 Jahre.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Meine Einheit ist die San-Einheit KSZ-7 (Katastrophen-Sanitätszug 7 Schöppingen) im Kreis Borken. Angefangen bin ich, wie viele von Euch, als Helfer mit Ausbildungen bis hin zum Gruppenführer, Fachausbildungen zum Pflegediensthelfer, Fahrerausbildung (danach Kradmelder auf einer BMW R27, das damals älteste im Dienst stehende Motorrad), weitere Ausbildungen zum Ausbilder und zum Sanitäter. Ich habe viele Einsätze mitgemacht wie zum Beispiel 1989 der Mauerfall und die damit verbundenen Anforderungen im Aufbau und Betreiben von Flüchtlingseinrichtungen in Schöppingen, Einsätze im Bereich Kranken- und Behindertentransport, Rettungseinsätze, Events (Musikveranstaltungen Düsseldorf, Bocholt, Münster, Fußball WM der Frauen und der Männer), MANV-Einsätze (Explosion in Enschede, Schneechaos 2005 im Münsterland, Love-Parade Duisburg, Unfall auf der A31 ,Giftgaseinsatz im AHG Alexander-Hegius-Gymnasium in Ahaus und vieles mehr), Papstbesuche in Deutschland, die Deutschen Katholikentage etc. Alles Einsätze, bei denen viele von Euch mit mir gemeinsam im Einsatz waren. Und dann auch 12 Jahre lang First Responder mit den Malteser Kollegen aus Schöppingen (tägl. 12 Stunden an 365 Tagen im Jahr). Es gibt sicherlich noch das ein oder andere, was ich vergessen habe, aber alles hier aufzulisten, würde den Rahmen sprengen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Wir Malteser sind schon eine tolle Gemeinschaft, in der ich mich sehr wohl fühle. Das Engagement aller Malteser Kollegen verdient meinen höchsten Respekt. Wir leben nach einem Leitsatz und füllen ihn mit Glaube und Hoffnung. Menschen wie die Malteser sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Ich bin stolz, dazu zu gehören.

Wie bringen Sie Ihr Ehrenamt und Ihren Beruf unter einen Hut?

Als Unternehmer habe ich immer voll zu tun. Wir arbeiten von ca. 4 Uhr morgens bis 18 Uhr abends. Eigentlich keine Zeit für Nebentätigkeiten. Ich habe aber das Glück, dass mein Sohn Benjamin und meine Mitarbeiter, mich im Unternehmen stark entlasten und mir die Zeit für mein Ehrenamt geben. Jeder in der Firma und auch in der Kundschaft weiß, dass ich Malteser bin und bei bestimmten Einsätzen auch mal weg muss. Ich wollte immer der Arbeitgeber sein, wie ich ihn mir früher selbst gewünscht hätte. Das ist mir, glaube ich, recht gut gelungen. Auch dadurch, dass mein Sohn seit 2012 neuer Geschäftsführer ist. Das ist für mich eine gute Möglichkeit, mich noch mehr einzubringen. Weitere Unterstützung erfahre ich durch meine Frau und meine Tochter sowie meine Geschwister,  die auch Malteser sind. Ich habe wirklich das Glück, mit Menschen zu leben, die meinen Beruf und meine Berufung positiv mitgestalten. Außerdem habe ich eine tolle Truppe mit meinen Maltesern aus Bocholt, Borken, Ahaus-Alstätte und Schöppingen, die mich brauchen. Es ist immer etwas los und jeder Helfer weiß, dass er mich jederzeit anrufen darf. Und als Bundesdelegierter der Malteser melden sich immer wieder Helfer aus unser Diözese, die auch mal gehört werden wollen. Ich bin ein Mensch, der viele Menschen um sich haben möchte. Wir kommen alleine und wir gehen alleine und in der Zeit dazwischen umgebe ich mich mit Menschen, die mein Leben bereichern.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Was war am interessantesten? Irgendwie kann man das sehr schlecht lokalisieren, es waren so viele Einsätze, die immer - wenn alles gut verlaufen ist - selber schon ein Event waren. 
Das bemerkenswerteste ist immer noch unser Lohn für unsere Arbeit: Die glücklichen Gesichter der Menschen, denen man helfen konnte.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Meine Motivation ist der innere Glaube und die Überzeugung, etwas Gutes für die Menschen zu tun. In der heutigen Zeit gibt es nicht nur Sieger. Viele Menschen leben in unserer Gesellschaft, aber leider nicht mit uns. Zu viele werden sozial ausgeschlossen und leben in Einsamkeit, leiden Hunger und leben auch auf Straßen. Seit über vierzig Jahre kenne ich ein Gedicht, das ich als Messdiener mal gehört habe, aber leider nicht weiß, wo es herkommt. Es ist ein Wegbegleiter für mich, das Gedicht heißt:

Glaube

der Zweifel sieht die Hindernisse
der Glaube sieht den Pfad,
der Zweifel sieht die dunkle Nacht
der Glaube sieht den Tag,
der Zweifel fürchtet den nächsten Schritt
der Glaube schwingt sich zum Licht,
der Zweifel fragt ‚wer glaubt‘ 
der Glaube erwidert ‚ich‘

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche allen Maltesern einen Wegbegleiter für ihr Tun, eine glückliche Hand für ihr Handeln und immer ein offenes Ohr, damit die leisen Stimmen in dieser doch recht lauten Welt nicht untergehen. Danke, dass Ihr Malteser seid.

Philipp Lenz (19), FSJler in der Diözesangeschäftsstelle in Münster

Absolviert sein FSJ in der Verwaltung bei den Maltesern in der Diözesangeschäftsstelle in Münster. Neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit hat er Spaß an der Arbeit im Ehrenamt gefunden, so betreut er unter anderem Sanitätsdienste und hilft beim Projekt „Wärmebus“ mit. Außerdem spielt er Schlagzeug, Klavier und Bass. Da der Sport nicht fehlen sollte, fährt er gerne im Münsterland Fahrrad.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den  Maltesern?

Ich habe hauptamtlich im Oktober 2017 in Münster angefangen.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Im Bereich der Verwaltung fällt natürlich einiges an Büroarbeiten an, so wie Telefondienst, Postversand und Bearbeitung von Emails. Aber auch darüber hinaus gibt es immer etwas zu tun. Ob es das Auszeichnungswesen, Fahrzeugpflege, Einkäufe oder andere Kleinigkeiten sind.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Vor allem gefällt mir der familiäre Zusammenhalt und das Miteinander mit den Kollegen. Egal zu welchem Anlass, man findet immer eine Ansprechperson.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Für mich persönlich habe ich neben den abwechslungsreichen Seminaren vor allem den Katholikentag im Mai 2018 in Münster mitgenommen. Es war toll, sich mit Kollegen und Hilfeleistenden aus ganz Deutschland zu unterhalten und mal genauere Einblicke in Planung und Abläufe zu erlangen.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Besonders ist für mich, dass nicht jeder Tag dem anderen gleicht, dass man viel Abwechslung geboten bekommt. Ich habe in diesem Jahr durchaus vieles im Umgang mit diversen Computerprogrammen und Arbeitsplanung gelernt, aber auch im Umgang mit Menschen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern in der Diözese Münster für die nächsten 65 Jahre, dass nach wie vor viele Helfer Spaß an der Sache haben und dass viele spannende Einsätze auf die (vor allem) jungen Helfer zukommen.

Anne-Kathrin Reckinger (33) von den Maltesern in Kleve

Ist von Beruf Erzieherin. Ihre Hobbys: ehrenamtlich tätig sein, kochen, backen und spielen mit ihren Patenkindern.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern? 

Seit 2001 bin ich aktiv bei den Maltesern im Stadtverband Kleve. 

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern? 

Ich bin dort Jugendgruppenleiterin, Einsatzsanitäterin und arbeite oft auch im Background.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten? 

Mir gefällt die Gemeinschaft - etwas Gutes zu tun für diejenigen, die Hilfe brauchen und einfach auch das Fachwissen, was man vermittelt bekommt durch Ausbildungen und Fortbildungen, man lernt immer etwas dazu.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut? 

Von Montag bis Freitag bin ich im Kindergarten tätig. Am Wochenende ist Zeit für die Jugend!

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis? 

Mein erlebnisreichster Einsatz war in Freiburg, den Papst live zu sehen. Wirklich sehr beeindruckend!

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation? 

Ich will helfen, wo es mir möglich ist und die Malteser sind dafür eine gute Plattform.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre? 

Ich wünsche den Maltesern im Bistum Münster weitere erfolgreiche 65 Jahre und wachsende Mitgliederzahlen im Ehrenamt. Nur so können wir gute Arbeit leisten!

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE33370601201201214730  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7