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Malteser Münster

65 Jahre - 65 Menschen

Die Malteser werden 65!

1953 - 2018

Seit 1953 gibt es die Malteser im Bistum Münster. Genau hier fand vor 65 Jahren die Gründung des Malteser Hilfsdienstes statt. Die Hilfsorganisation nahm als Untergliederung der beiden Malteser-Assoziationen die Ausbildungstätigkeit in Erster Hilfe auf. Die erste Geschäftsstelle wurde in Münster, Klosterstraße 27, errichtet. Von Münster aus sollte sich der Malteser Gedanke in ganz Deutschland ausbreiten. Auch wenn sich mit zunehmendem Wachstum der Organisation die Bundesgeschäftsstelle der Malteser schon bald nach der Gründung von Münster nach Köln orientierte, ist die Rolle der haupt- und ehrenamtlichen Malteser in Westfalen immer noch von großer Bedeutung.

Unter dem Motto "65 Jahre - 65 Menschen" stellen wir Ihnen 65 Malteser aus den letzten 65 Jahren vor.

Matthias Mersmann (36) von den Maltesern in Haltern am See

Er ist verheiratet, hat zwei Kinder. Der Gesundheits- und Krankenpfleger ist Pflegedienstleiter beim Caritasverband Datteln und Haltern am See e.V. – Sozialstation Haltern am See.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Offiziell bin ich seit dem 01.08.1993 Mitglied, also seit über 25 Jahren. Ich war jedoch schon oft vorher mit meinem Vater für die Malteser unterwegs oder durfte ihn zu Erste-Hilfe-Kursen begleiten.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

In Haltern am See bin ich stellvertretender Stadtbeauftragter sowie Leiter Ausbildung, somit viel für Koordination von Diensten zuständig. Leider gehört auch viel Verwaltungsarbeit am PC zu den Aufgaben, wie zum Beispiel die Abrechnung von Kursen oder das Schreiben von Rechnungen.
Darüber hinaus habe ich die Qualifikation zum Verbandführer und Einsatzleiter in der Notfallvorsorge. Hier führe ich zusammen mit anderen Führungskräften die Einsatzeinheit 04 der Malteser im Kreis Recklinghausen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Gemeinschaft – und dass sich jeder, ungeachtet seiner persönlichen Fähigkeiten, einbringen kann. So versuchen wir in Haltern besonders Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenzubringen und in unseren Diensten zusammenzuarbeiten.
Ein besonderes Erlebnis waren immer die großen Malteser Einsätze und Veranstaltungen: Katholikentag, Papstbesuch, Fußballländerspiele oder große Konzerte.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Lacht… Ja, das ist manchmal schwierig… Wenn man mal wieder am Wochenende auf einem Kocheinsatz war und hart gearbeitet hat und man am Montag wieder ins Büro muss. Aber ich habe in meiner beruflichen Laufbahn immer von meiner Tätigkeit im MHD profitiert. So konnte ich durch meine Tätigkeit als Ausbilder schon für das mündliche Abitur und mein Examen als Gesundheits- und Krankenpfleger üben, so fiel mir das Sprechen vor Prüfern nicht schwer. 

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Wichtig ist hier sicherlich, dass ich 1993 meine Frau bei den Maltesern kennengelernt habe, seit 2005 sind wir ein Paar und seit 2012 verheiratet. 

Ansonsten war sicherlich unser Einsatz am Halterner Schulzentrum nach dem Absturz der Germanwings Maschine 2015 der Einsatz, der mir immer in Erinnerung bleiben wird. Es war wirklich eine sehr beklemmende Atmosphäre, aber wir Malteser konnten in Haltern am See wenigstens versuchen, ein wenig zu helfen. Und wenn es nur Kaffee und Getränke für die Notfallseelsorger waren oder wir uns um das medizinische Wohl der Trauergemeinde kümmern konnten.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Weil mich die Geschichte der Malteser besonders beeindruckt – seit über 900 Jahren engagieren sich Menschen in direkter Folge für einen Leitsatz: „tuitio fidei et obsequium pauperum“ (Wahrung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen). 
Und weil wir als Einzelpersonen nicht viel erreichen können. Aber wenn dann unser Funkmeldeempfänger geht und dann innerhalb kürzester Zeit über 20 Malteser in unserer Einsatzeinheit bereitstehen. Das ist schon ein tolles Gefühl!

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass sich die Malteser Ihrer Traditionen und Werte bewusst bleiben! Finanzen sind wichtig und ohne Geld können wir nicht arbeiten. Aber den Ehrenamtlichen darf die Arbeit nicht durch Bürokratie verleidet werden. Und die Wurzeln der Malteser – Ausbildung, Katastrophenschutz und Jugendarbeit müssen Kern und größtes Ziel bleiben!

Michael Frenzel (56), Kreisbeauftragter der Malteser im Kreis Borken

Er ist Unternehmer in der Wurstbranche und wenn die Zeit es zulässt, fährt er hin und wieder gerne Ski in den Alpen. Seit 1994 hat er den Bootsführerschein See und wenn er Urlaub macht, fährt er gerne nach Italien zum Gardasee. Mit Wasserski kann er nicht so viel anfangen, da fährt er lieber das Boot. Er reist gerne in Europa und versucht, Sprachen zu lernen. Alles, was er mit dem Wohnwagen erreichen kann, ist für ihn besser, da er nicht so gerne fliegt;-)

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 1978 bin ich Malteser und das sage ich auch gerne; Ich bin nicht bei den Maltesern, ich bin Malteser. Aus Überzeugung und Leidenschaft - immerhin schon 40 Jahre.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Meine Einheit ist die San-Einheit KSZ-7 (Katastrophen-Sanitätszug 7 Schöppingen) im Kreis Borken. Angefangen bin ich, wie viele von Euch, als Helfer mit Ausbildungen bis hin zum Gruppenführer, Fachausbildungen zum Pflegediensthelfer, Fahrerausbildung (danach Kradmelder auf einer BMW R27, das damals älteste im Dienst stehende Motorrad), weitere Ausbildungen zum Ausbilder und zum Sanitäter. Ich habe viele Einsätze mitgemacht wie zum Beispiel 1989 der Mauerfall und die damit verbundenen Anforderungen im Aufbau und Betreiben von Flüchtlingseinrichtungen in Schöppingen, Einsätze im Bereich Kranken- und Behindertentransport, Rettungseinsätze, Events (Musikveranstaltungen Düsseldorf, Bocholt, Münster, Fußball WM der Frauen und der Männer), MANV-Einsätze (Explosion in Enschede, Schneechaos 2005 im Münsterland, Love-Parade Duisburg, Unfall auf der A31 ,Giftgaseinsatz im AHG Alexander-Hegius-Gymnasium in Ahaus und vieles mehr), Papstbesuche in Deutschland, die Deutschen Katholikentage etc. Alles Einsätze, bei denen viele von Euch mit mir gemeinsam im Einsatz waren. Und dann auch 12 Jahre lang First Responder mit den Malteser Kollegen aus Schöppingen (tägl. 12 Stunden an 365 Tagen im Jahr). Es gibt sicherlich noch das ein oder andere, was ich vergessen habe, aber alles hier aufzulisten, würde den Rahmen sprengen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Wir Malteser sind schon eine tolle Gemeinschaft, in der ich mich sehr wohl fühle. Das Engagement aller Malteser Kollegen verdient meinen höchsten Respekt. Wir leben nach einem Leitsatz und füllen ihn mit Glaube und Hoffnung. Menschen wie die Malteser sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Ich bin stolz, dazu zu gehören.

Wie bringen Sie Ihr Ehrenamt und Ihren Beruf unter einen Hut?

Als Unternehmer habe ich immer voll zu tun. Wir arbeiten von ca. 4 Uhr morgens bis 18 Uhr abends. Eigentlich keine Zeit für Nebentätigkeiten. Ich habe aber das Glück, dass mein Sohn Benjamin und meine Mitarbeiter, mich im Unternehmen stark entlasten und mir die Zeit für mein Ehrenamt geben. Jeder in der Firma und auch in der Kundschaft weiß, dass ich Malteser bin und bei bestimmten Einsätzen auch mal weg muss. Ich wollte immer der Arbeitgeber sein, wie ich ihn mir früher selbst gewünscht hätte. Das ist mir, glaube ich, recht gut gelungen. Auch dadurch, dass mein Sohn seit 2012 neuer Geschäftsführer ist. Das ist für mich eine gute Möglichkeit, mich noch mehr einzubringen. Weitere Unterstützung erfahre ich durch meine Frau und meine Tochter sowie meine Geschwister,  die auch Malteser sind. Ich habe wirklich das Glück, mit Menschen zu leben, die meinen Beruf und meine Berufung positiv mitgestalten. Außerdem habe ich eine tolle Truppe mit meinen Maltesern aus Bocholt, Borken, Ahaus-Alstätte und Schöppingen, die mich brauchen. Es ist immer etwas los und jeder Helfer weiß, dass er mich jederzeit anrufen darf. Und als Bundesdelegierter der Malteser melden sich immer wieder Helfer aus unser Diözese, die auch mal gehört werden wollen. Ich bin ein Mensch, der viele Menschen um sich haben möchte. Wir kommen alleine und wir gehen alleine und in der Zeit dazwischen umgebe ich mich mit Menschen, die mein Leben bereichern.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Was war am interessantesten? Irgendwie kann man das sehr schlecht lokalisieren, es waren so viele Einsätze, die immer - wenn alles gut verlaufen ist - selber schon ein Event waren. 
Das bemerkenswerteste ist immer noch unser Lohn für unsere Arbeit: Die glücklichen Gesichter der Menschen, denen man helfen konnte.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Meine Motivation ist der innere Glaube und die Überzeugung, etwas Gutes für die Menschen zu tun. In der heutigen Zeit gibt es nicht nur Sieger. Viele Menschen leben in unserer Gesellschaft, aber leider nicht mit uns. Zu viele werden sozial ausgeschlossen und leben in Einsamkeit, leiden Hunger und leben auch auf Straßen. Seit über vierzig Jahre kenne ich ein Gedicht, das ich als Messdiener mal gehört habe, aber leider nicht weiß, wo es herkommt. Es ist ein Wegbegleiter für mich, das Gedicht heißt:

Glaube

der Zweifel sieht die Hindernisse
der Glaube sieht den Pfad,
der Zweifel sieht die dunkle Nacht
der Glaube sieht den Tag,
der Zweifel fürchtet den nächsten Schritt
der Glaube schwingt sich zum Licht,
der Zweifel fragt ‚wer glaubt‘ 
der Glaube erwidert ‚ich‘

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche allen Maltesern einen Wegbegleiter für ihr Tun, eine glückliche Hand für ihr Handeln und immer ein offenes Ohr, damit die leisen Stimmen in dieser doch recht lauten Welt nicht untergehen. Danke, dass Ihr Malteser seid.

Philipp Lenz (19), FSJler in der Diözesangeschäftsstelle in Münster

Absolviert sein FSJ in der Verwaltung bei den Maltesern in der Diözesangeschäftsstelle in Münster. Neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit hat er Spaß an der Arbeit im Ehrenamt gefunden, so betreut er unter anderem Sanitätsdienste und hilft beim Projekt „Wärmebus“ mit. Außerdem spielt er Schlagzeug, Klavier und Bass. Da der Sport nicht fehlen sollte, fährt er gerne im Münsterland Fahrrad.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den  Maltesern?

Ich habe hauptamtlich im Oktober 2017 in Münster angefangen.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Im Bereich der Verwaltung fällt natürlich einiges an Büroarbeiten an, so wie Telefondienst, Postversand und Bearbeitung von Emails. Aber auch darüber hinaus gibt es immer etwas zu tun. Ob es das Auszeichnungswesen, Fahrzeugpflege, Einkäufe oder andere Kleinigkeiten sind.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Vor allem gefällt mir der familiäre Zusammenhalt und das Miteinander mit den Kollegen. Egal zu welchem Anlass, man findet immer eine Ansprechperson.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Für mich persönlich habe ich neben den abwechslungsreichen Seminaren vor allem den Katholikentag im Mai 2018 in Münster mitgenommen. Es war toll, sich mit Kollegen und Hilfeleistenden aus ganz Deutschland zu unterhalten und mal genauere Einblicke in Planung und Abläufe zu erlangen.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Besonders ist für mich, dass nicht jeder Tag dem anderen gleicht, dass man viel Abwechslung geboten bekommt. Ich habe in diesem Jahr durchaus vieles im Umgang mit diversen Computerprogrammen und Arbeitsplanung gelernt, aber auch im Umgang mit Menschen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern in der Diözese Münster für die nächsten 65 Jahre, dass nach wie vor viele Helfer Spaß an der Sache haben und dass viele spannende Einsätze auf die (vor allem) jungen Helfer zukommen.

Anne-Kathrin Reckinger (33) von den Maltesern in Kleve

Ist von Beruf Erzieherin. Ihre Hobbys: ehrenamtlich tätig sein, kochen, backen und spielen mit ihren Patenkindern.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern? 

Seit 2001 bin ich aktiv bei den Maltesern im Stadtverband Kleve. 

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern? 

Ich bin dort Jugendgruppenleiterin, Einsatzsanitäterin und arbeite oft auch im Background.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten? 

Mir gefällt die Gemeinschaft - etwas Gutes zu tun für diejenigen, die Hilfe brauchen und einfach auch das Fachwissen, was man vermittelt bekommt durch Ausbildungen und Fortbildungen, man lernt immer etwas dazu.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut? 

Von Montag bis Freitag bin ich im Kindergarten tätig. Am Wochenende ist Zeit für die Jugend!

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis? 

Mein erlebnisreichster Einsatz war in Freiburg, den Papst live zu sehen. Wirklich sehr beeindruckend!

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation? 

Ich will helfen, wo es mir möglich ist und die Malteser sind dafür eine gute Plattform.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre? 

Ich wünsche den Maltesern im Bistum Münster weitere erfolgreiche 65 Jahre und wachsende Mitgliederzahlen im Ehrenamt. Nur so können wir gute Arbeit leisten!

Christian Schlichter (55), Diözesanreferent für Fundraising und Kleiderspenden

Seine Hobbys sind Motorradfahren, mit der Säge in den Wald gehen und meine Schlittenhunde.

Wie lange sind Sie schon bei den Maltesern?

Ich bin quasi mit der Geburt Malteser geworden, weil mein Vater Beauftragter in Emsdetten war. Die Malteser standen bei uns in der Familie sozusagen auf der Tagesordnung. Offiziell bin ich in diesem Jahr aber seit 40 Jahren Mitglied.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Ehrenamtlich war ich in den unterschiedlichsten Funktionen, vom Helfer im Katastrophenschutz über Saneinsätze bis zum Jugendgruppenleiter und zuletzt als stv. Beauftragter einer großen Stadtgliederung, tätig. Seit acht Jahren arbeite ich auch als Honorarkraft für die Malteser, erst als Pressereferent, jetzt als Fundraiser für die Malteser in der Diözese Münster, ich kümmere mich also um die Spenden.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Gemeinschaft und die Gewissheit, unter Gleichgesinnten engagiert zu sein, gefallen mir am meisten. Für mich ist die Hauptantriebsfeder unser Leitsatz. Das fasst mein Engagement zusammen. „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“ wird für mich bei den Maltesern wie bei keiner anderen Organisation zu einer gelebten Einheit. Das ist authentisch und macht unser Engagement aus.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Je größer die Einsätze und je stärker die Herausforderungen, desto stärker anschließend die Freude bei allen Beteiligten, es geschafft zu haben. Statt Erschöpfung erlebt man dann fast Dankbarkeit, dabei sein zu dürfen. Ich freue mich bis heute, dass es uns als Stadtleitung in meiner Heimatgliederung nach finanziell unruhigen Jahren endlich gelungen ist, wieder in dauerhaft gesicherte schwarze Zahlen zu kommen. Denn auch bei den Maltesern gilt, dass man für die gute Tat auch gut rechnen muss. Wer immer am Limit arbeitet oder ins Defizit abrutscht, kann nicht dauerhaft Gutes tun.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Wir reden nicht nur über das Evangelium, wir versuchen es zu leben und umzusetzen. Das ist für mich der authentische Versuch, verantwortungsvoll als Christ zu leben. Bei den Maltesern treffe ich viele Menschen, die ebenso motiviert sind, das spürt man und deshalb ergeben sich ja auch vielfach richtige Freundschaften untereinander.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche mir am meisten, dass wir trotz aller Erschwernisse durch Gesetze und Verordnungen auch weiterhin unser Ehrenamt engagiert ausüben können. Denn wir wollen ja immer wieder neue Menschen finden, die wir durch unser Tun anstecken können, damit sie mitmachen. Malteser zu sein, ist immer dann ansteckend, wenn unsere eigene Flamme der Begeisterung stark genug brennt. Das dürfen wir uns nicht durch externe Bürokratie aus Ämtern und Behörden ersticken lassen.

Josef Weil (67) von den Maltesern in Warendorf

Ist mittlerweile Rentner. Bis vor einigen Jahren war er als Dipl.-Ing. der Nachrichtentechnik an der Universität Münster als Hardwareentwickler für den Bereich Neuro- und Verhaltensbiologie tätig. Neben den Maltesern ist sein Hobby das Reisen mit dem Wohnwagengespann.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin seit 1967, also 51 Jahre, aktiv bei den Maltesern.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern.

Ich habe die typische Karriere bei den Maltesern durchlaufen: Sanhelfer, Ausbilder, Gruppenführer, Rettungssanitäter, Zugführer, Leiter Einsatzdienste, Verbandführer. Parallel dazu bin ich seit 1987 Bundesdelegierter und seit 1989 stellvertretender Beauftragter und ehrenamtlicher Geschäftsführer bei den Maltesern in Warendorf.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Man lernt immer wieder bundesweit neue Menschen kennen, die eine ähnliche Interessenslage haben.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Jetzt als Rentner habe ich 24 Studen Zeit am Tag, die ich verplanen kann; selbstverständlich nicht nur für die Malteser. Früher wie heute hatte bzw. habe ich eine gute Unterstützung in meiner Familie. Meine Frau und auch meine drei Kinder sind alle bei den Maltesern aktiv. Man kann sagen, ich habe den Malteservirus vererbt.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Jede Zeit hatte ihre eigenen interessanten Einsätze. Da waren zunächst die Sanitätseinsätze mit der braunen Sanitätstasche. Danach waren es die Einsätze (auch überregional) mit einem Hilfskrankenwagen. Dann wurde aus einem Hilfskrankenwagen ein KTW. Es kamen Einsätze im Rahmen des Rückholdienstes und der Spitzenabdeckung hinzu.
Dazwischen waren die Sanitätseinsätze auf der Insel Ameland und die diversen Großeinsätze der Bundesebene (Katholikentage, Papstbesuche, Weltjugendtage ...).
Auch die diversen Übungen und Einsätze im Stab der Einsatzleitung des Kreises Warendorf möchte ich nicht missen. Mit dem Einsatz beim Katholikentag in Münster habe ich mich aus dem Bereich der Einsatzdienste verabschiedet. Nicht dass man nachher sagt: „Den alten Mann lass man zu Hause“, habe ich lieber rechtzeitig aufgehört.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Vieles tut man, weil es Spaß macht, vieles, hier besonders die Verwaltungsarbeiten, weil es erledigt werden muss.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche uns Maltesern, dass es gelingt, nicht in der Verwaltungsarbeit zu ersticken. Hier sehe ich besonders die Erfüllung von immer mehr Auflagen, die uns von externen Behörden aufgetragen werden. Vieles ist sicherlich wichtig, aber manches wird auch übertrieben.
Des Weiteren wünsche ich den Maltesern, dass es ihnen gelingt, die Ausbildung der Helferschaft auf hohem Niveau zu halten. „Motivation durch Qualifikation“!!

Melanie Brüske (21) von den Maltesern in Ostbevern-Brock

Ist von Beruf medizinische Fachangestellte. Sie engagiert sich im Spielmannszug, im Schützenverein und den Maltesern. Sie liebt Musik.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 15 Jahren.

Beschreiben Sie kurz ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Hauptsächlich engagiere ich mich in der Malteser Jugend - als Ortsjugendsprecherin und Gruppenleiterin. Ich bin aber auch im Erwachsenenverband aktiv. Zum Beispiel bei Sanitätsdiensten, und im Betreuungsdienst im Katastrophenschutz. Außerdem kümmere ich mich um die Pflege unserer Internetseite malteser-ostbevern.de.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Der Zusammenhalt. Dass man sich auf jeden verlassen kann und dass jedes Zusammenkommen wie ein kleines Familientreffen ist.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Für mein Ehrenamt habe ich meistens nur nach der Arbeit, an Wochenenden oder an meinen freien Nachmittagen Zeit. Es kommt aber auch vor, dass ich extra Urlaub dafür nehme.

Was ist Ihr interessantester/ erfolgreichster/ bemerkenswertester/ Einsatz/Erlebnis?

Unsere Ferienfreizeit auf Ameland. Da war ein 14jähriges Mädchen total begeistert, als sie zum aller ersten Mal in ihrem Leben den Strand und das Meer gesehen hat.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Die glücklichen Gesichter der Kinder und die Möglichkeit, anderen zu helfen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Weiterhin viele motivierte Helfer und dass die, die schon dabei sind, nie ihre Motivation und Freude daran verlieren.

 

Thomas Reykers (25) von den Maltesern in Kevelaer

Arbeitet als Rettungsassistent. Er engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr, mag Kalligraphie und kocht gerne.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin seit 2002 ehrenamtlich bei den Maltesern in Kevelaer aktiv.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich engagiere mich zum größten Teil im Bereich der Ausbildung. Der Schulsanitätsdienst, Katastrophenschutz und Sanitätsdienst sind ebenso Fachbereiche, in denen ich mich einbringe.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Am besten gefällt mir die Gemeinschaft. Beim Malteser Hilfsdienst ist man sofort per Du. Egal in welcher Führungsrolle man ist. Alle schweißt das Prinzip der Nächstenliebe zusammen. Egal ob aus christlicher Motivation oder aus anderen Gründen. Der Wille, anderen Menschen zu helfen, vereint uns.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Mein Beruf und das Ehrenamt lassen sich sehr gut verbinden. Schließlich bin ich durch das Ehrenamt zu dieser Berufsauswahl gekommen. Der tägliche Umgang mit Notfallpatienten im Beruf hilft bei Sanitätsdiensten und gibt den anderen Helfern Sicherheit in ihrem Handeln. Durch den Schichtdienst kann ich manchmal auch Dienste übernehmen, die sonst leider ausfallen müssten.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

In den fast 16 Jahren habe ich viel erleben dürfen und könnte mit Sicherheit die eine oder andere Geschichte zum Besten geben. Ein Erlebnis, welches mich sehr geprägt hat und an welches ich mich stets gerne erinnere ist die Betreuung von tausenden Pilgern beim Papstbesuch in Freiburg. Dort haben wir einige Tage verbracht und den Maltesergedanken wahrhaftig gelebt. Ich habe dort viele tolle Menschen kennengelernt und Freunde fürs Leben gefunden.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Nach meiner Motivation frage ich mich manchmal selbst. Es ist für mich einfach zur Selbstverständlichkeit geworden. Ich nutze meine freie Zeit und verbringe sie mit Menschen, die ich mag, um Menschen zu helfen, die meine Hilfe benötigen. Und... mal ganz ehrlich... es gibt so viele tolle Sanitätsdienste! Konzerte, Festivals, Sportveranstaltungen. Dort in erster Reihe stehen zu dürfen und daran teilzuhaben, dass alle eine schöne Zeit haben. Das ist Motivation genug. Für jeden meiner Tätigkeitsbereiche könnte ich einen oder mehrere Gründe nennen, aber ich will ja auch den Rahmen nicht sprengen ;-)

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche allen Maltesern und speziell natürlich denen im Bistum Münster, dass wir uns die Freude am Ehrenamt erhalten und uns auf das Wesentliche in diesem wichtigen Ehrenamt konzentrieren; die Nächstenliebe. Weiterhin wünsche ich uns die Fähigkeit, andere zu begeistern und auch für unser Ehrenamt zu gewinnen. Wir sind nur stark als Team!

Annika Nischik (22) von der Malteser Jugend in Emsdetten

Die Studentin engagiert sich in der Malteser Jugend. Sie steht auf Musik, Handball und Reisen.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin seit 2009 ehrenamtlich bei den Maltesern aktiv, vor allem in der Malteser Jugend.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin in der Jugend aktiv, dort seit einem Jahr im Diözesan-Jugendführungskreis. Dort kümmere ich mich vor allem um unsere Öffentlichkeitsarbeit, bin Ansprechpartnerin für die Ortsgliederungen in der Diözese und helfe bei der Planung und Durchführung von vielen verschiedenen Veranstaltungen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Freundschaften, die ich bisher in meiner Zeit bei der Malteser Jugend geknüpft habe und die sich daraus ergebende Gemeinschaft.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Die meiste Zeit ist das noch kein Problem, da ich im Studium zeitlich relativ viele Freiheiten habe. Manchmal muss ich allerdings Abstriche machen und überlegen, ob ich an der ein oder anderen Malteser Veranstaltung wirklich bei der Vorbereitung und Durchführung helfen kann oder ob ich teilnehmen kann oder ob es an diesem Tag wichtigere Dinge gibt.  
Das Wichtigste: Neben dem Ehrenamt gibt es ja nicht nur den Beruf, sondern auch den Alltag, die Familie, Freunde und andere Hobbies. Man braucht auch mal Zeit für sich.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Das Bundesjugendlager in der Diözese Münster.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich möchte Kindern und Jugendlichen eine gute und schöne Zeit in der Gemeinschaft ermöglichen und sie für ihr späteres Leben prägen und selber von dieser Gemeinschaft bei der Malteser Jugend profitieren.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Weitere erfolgreiche 65 Jahre, die viel Gutes hervorbringen und eine erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit, zu der auch die Ameland-Herbstfreizeit gehört.

 

Ferit Cimenci (30), Wachleiter und Notfallsanitäter bei den Maltesern in Greven

Er spielt gerne Fußball, liebt Städtereisen und schwimmen. Vor allem verbringt er viel Zeit mit seiner Familie - insbesondere mit seinen beiden Töchtern und seiner Frau.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?

Bei den Maltesern bin ich seit mittlerweile über 10 Jahren hauptamtlicher Mitarbeiter, ehrenamtlich schon seit 2002/2003.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Wachleiter der Rettungswache in Greven, Ibbenbüren und Altenberge und Praxisanleiter für Notfallsanitäter.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Das familiäre Miteinander, das Zwischenmenschliche. Viele Freundschaften habe ich in all den Jahren geschlossen. Für mich sind die Malteser mehr als einfach nur ein Arbeitgeber. Die Wertschätzung meiner Vorgesetzten, die nicht nur nach Dingen, die die Arbeit betreffen, fragen, sondern auch einfach einmal wissen wollen, wie es einem geht und ob sie für mich etwas tun können. Das macht die Malteser für mich als Arbeitgeber so attraktiv.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Im Rettungsdienst ist jeder Tag etwas ganz Besonderes, man hat die Möglichkeit etwas zu bewegen und den Menschen in Not zur Seite zu stehen. Sowohl medizinisch als auch mental. Es ist immer ein tolles Gefühl, wenn man weiß, dass man jemandem etwas Leid genommen hat und helfen kann.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche „uns“ auch für die nächsten 65 Jahre, dass die Malteser an ihren Werten festhalten, sich weiterhin sozial so engagieren wie bisher und überhaupt so weitermachen wie bisher. Gottes Segen und immer ein Lächeln auf den Lippen!

Thomas Schweigert (60), ist mittlerweile bei den Maltesern in Werl und war früher lange bei den Maltesern in Ahlen

Arbeitet als leitender Intensivpfleger. Seine Hobbies sind Sportschiessen und sein Engagement bei den Maltesern und im Heimathaus.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 1974, also 44 Jahre.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Leiter Notfallvorsorge bei den Maltesern in Werl und Zugführer der Einsatzeinheit (EE 04 Soest NRW - Betreuung). Bei den Maltesern in Ahlen war ich früher ebenfalls Zugführer im Sanitätszug.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Das Menschliche…

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Bisher ließ sich das sehr gut vereinbaren.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

In den 44 Jahren gab es viele. In meiner Zeit im Bistum Münster gehörte ich mit zu den ersten Helfern der Rom-Wallfahrt im Lazarettwagen. Insgesamt acht Mal bin ich mitgefahren. Ich war dreimal in Lourdes, habe mehrere Papstbesuche und Katholikentage als Abschnittsleiter mitgemacht und Hilfstransporte in die Ukraine. Jetzt im Erzbistum Paderborn gehören zu den bemerkenswertesten Einsätzen der Sanitätsdienst im Heiligen Jahr in Rom, die Flüchlingstransportbegleitung von Passau nach Köln-Bonn, die Kocheinsätze bei den Bundes- und Diözesanjugendlagern, mehrere Evakuierungen bei Bombenfunden und die San-Dienste bei Wallfahrten in Werl. Und dieses Jahr geht es wieder nach Lourdes.     

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Habe die Malteser mit 16 Jahren bei einem Sofortmaßnahmen-Lehrgang für den Mopedführerschein kennen gelernt. Es gefiel mir einfach, vor allem die  familiäre Gemeinschaft. Aber auch das Spirituelle faszinierte mich.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Viel Glück und Erfolg, ein gutes Händchen zur Bewältigung der Aufgaben. Keine Nachwuchsprobleme und mögen alle immer gesund heimkommen.
 

Thomas Kältegärtner (48) von den Maltesern in Telgte

Arbeitet als selbstständiger Maler- und Lackierermeister. Seine Hobbies sind Sport und Malteser.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern? 

Ich unterstütze die Malteser schon länger auf unterschiedlichste Art, ehrenamtliches Mitglied bin seit Januar 2015.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?  

Ich bin im Bereich des Sanitätsdienstes bei verschiedenen Veranstaltungen tätig.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten? 

Am besten gefallen mir der Umgang und die Begegnung mit den Menschen.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut? 

Da die Veranstaltungen in der Regel schon länger im Voraus geplant werden, kann ich mein Ehrenamt und meinen Beruf sehr gut miteinander vereinbaren.

Was war Ihr interessantestes und bemerkenswertestes Erlebnis?  

Großveranstaltungen sind immer sehr interessant und darüber hinaus sind natürlich die unterschiedlichen Hilfeleistungen bemerkenswert.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Mein Engagement kommt in erster Linie aus familiärem Interesse, da wir dort sehr aktiv sind.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre? 

Für die nächsten 65 Jahre wünsche ich den Maltesern, dass die Bürokratie und das Ausfüllen von Formularen etc. keine überhandnehmen und dass die Verantwortlichen nie den Blick für das Wesentliche, das Ehrenamt, verlieren.
 

Dr. Martin Altenburger (50), stv. Diözesanleiter der Malteser im Bistum Münster

Der Diplombiologe arbeitet seit 2000 im pharmazeutischen Spezialaußendienst. Seine Hobbies: Bücher lesen, Bücher schreiben, Mountainbike fahren - für diese drei Hobbies bleibt aber zu wenig Zeit. Das Sammeln von Mineralien und Fossilien kommt schon seit Jahrzehnten viel zu kurz!

Wie lange sind sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich kenne die Malteser in der Diözese Münster, besonders die Küche aus Münster, schon seit frühester Jugend. Seit 1995 bin ich Mitglied des Malteser Hilfsdienstes. Die erschütternde Erfahrung, einem lieben Menschen in einer schweren und tödlichen Krankheit nicht mehr rechtzeitig helfen zu können, ließ in mir den Entschluss reifen, mich bei den Maltesern ausbilden zu lassen und mitzuwirken.

Beschreiben sie kurz ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern.

Ersthelfer, Sanitätshelfer EH mit unendlich vielen SAN-Diensten, Ausbilder für EH und Kindernotfälle, Praxisanleiter, von 1997-2001 Leiter Ausbildung in Münster, Betreuungshelfer, Ausbilder im BtD, bis 1999 Truppführer im KSZ 5 Münster, Mitarbeit in der Betreuungskomponente der EE WAF, Referent für Malteserpastoral in der Ortsgliederung Ostbevern Brock, von 2002 bis 2006 Diözesandelegierter, seit 2002 Bundesdelegierter für die Diözese Münster, 2008-2011 Helfervertreter im Diözesanvorstand, seit 2011 stellvertretender Diözesanleiter in der Diözese Münster - früher mehr Einsätze, heute mehr Sitzungen...

Was gefällt ihnen bei den Maltesern am besten?

Wenn wir einfach nur helfen, wie ein Uhrwerk zusammen arbeiten und da anpacken, wo es gerade nötig ist.

Wie bringen sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Eigentlich gar nicht!

Vieles der ehrenamtlichen Arbeit muss auf den späten Abend oder das Wochenende verlegt werden. So ein richtiges Freizeitgefühl kommt dabei dann selten auf. Wichtig bleibt aber eine klare Trennung von Beruf und Ehrenamt. Man muss sich immer wieder darüber klar werden, dass Ehrenamt nie Beruf sein darf, im besten Falle aber Berufung sein kann.

Was war ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Einsatz bei der Love-Parade in Berlin am Ernst Reuter-Platz?

Busleitung bei der Malteser Romwallfahrt 2012?

Die Teilnahme an der Beisetzung von Fra Andrew Bertie in Rom?

Der betreuungsdienstliche Einsatz beim "Sonntag der fünf Fliegerbomben" in Osnabrück?

Oft waren es eher die kleinen und unscheinbaren oder persönlichen Ereignisse und Erfahrungen bei den Maltesern.

Wieso engagieren sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist ihre Motivation?

Die Tätigkeit ist gelebter Glaube und die Erfahrung, etwas Sinnvolles zu tun. Der Malteser Hilfsdienst hat meinen christlichen Glauben ganz wesentlich geprägt und vertieft. Die familiäre Atmosphäre bei den Helferinnen und Helfern bietet auch dann eine echte Heimat, wenn man sich sonst fremd fühlt.

Was wünschen sie dem Malteser Hilfsdienst für die nächsten 65 Jahre?

Den klaren Blick auf das Wesentliche: Gott und den Menschen.

Die tiefe Sorge um das Wohlergehen der Notleidenden, nicht um Marktanteile, Erlöse oder Renditen.

Eine konsequente Ergebnisorientierung im Sinne unseres Propriums, viel weniger Prozessorientierung.

Eine noch größere Malteserjugend, eine starke Verwurzelung der Mitglieder im christlichen Glauben und jede Menge großzügige Förderer, die die Bedeutung unseres Hilfsdienstes für die gesamte Diözese erkennen und wertschätzen.

Gudrun Folker (67) von den Maltesern in Warendorf

Sie war früher Lehrerin. Sie liebt ihre Hunde, den Sport und Spaziergänge in der Natur.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 2013 beim Besuchsdienst mit Hund in Warendorf.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich leite die Gruppe Besuchsdienst mit Hund in Warendorf. Wir sind mit unseren Hunden in Seniorenheimen, Schulen und Kitas unterwegs. Unsere Hunde sind „Türöffner“, es entsteht sofort ohne viele Worte eine entspannte Atmosphäre.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Das Gefühl, in der Gruppe etwas zusammen zu erreichen. Und der gegenseitige Austausch.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Kein Problem, da ich nicht mehr berufstätig bin.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Wenn sich meine Seniorengruppe bei unserer Ankunft auf der Wohnebene freut. „Die Hunde sind da!“ höre ich jedes Mal.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich wollte nach meiner Berufstätigkeit etwas Sinnvolles machen. Da ich zwei Hunde besitze, konnte ich durch den Besuchsdienst mit Hund ein Ehrenamt mit meinem Hobby verbinden.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Weiterhin viele junge und ältere Mitglieder.

Markus Gawlik (30) von den Maltesern in Drensteinfurt und Diözesanreferent für Arbeitsschutz

 

Wie lange sind Sie schon bei den Maltesern?

Seit 1999 bin ich ehrenamtlich aktiv und seit 2016 auch hauptamtlich.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Im Rahmen der Einsatzdienste bin ich ehrenamtlich in den Bereichen Sanität, Technik und Führung aktiv. Zusätzlich kümmere ich mich um unsere Unterkunft in Drensteinfurt. In der Diözese arbeite ich hauptamtlich als Referent für Arbeitsschutz und als Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Kameradschaft ist mir sehr wichtig. Und ich helfe gerne Menschen!

Wie bringen Sie Ehren- und Hauptamt unter einen Hut?

Es ist schwierig. Der Großteil unserer Malteser in der Diözese ist ja ehrenamtlich aktiv. Da wusste ich also, dass viel am Abend und am Wochenende stattfindet. Man muss sich somit zwischen Haupt- und Ehrenamt arrangieren.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

In den rund 20 Jahren meiner Malteser Zeit gab es ganz viele verschiedene tolle Einsätze. Ob es Katastrophenschutzalarmierungen durch den Kreis waren, unsere Unterstützung im Rahmen der Flüchtlingshilfe, diverse Katholikentage oder einfach nur gewöhnliche Sanitätsdienste. Wichtig ist mir dabei immer, dass der Einsatz gut läuft und alle wieder gesund nach Hause kommen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass unsere Helfer weiter so engagiert arbeiten, wie sie es tun, und dass wir immer auch neue Ehrenamtliche gewinnen können, dass wir unsere Dienste weiter gut gestalten können.
 

 

Timo Lehleitner (22) von den Maltesern in Wesel

Ist Azubi zum Gesundheits- und Krankenpfleger & Rettungssanitäter. Seine Hobbys: Fitness, Malteser Ehrenamt.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit September 2013 bin ich ehrenamtlich bei den Maltesern in Wesel.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Im Stadtverband Wesel übernehme ich die Aufgabe des Digitalfunkbeauftragten. Ich kümmere mich um die Beschaffung und Instandhaltung der Geräte und des Zubehörs, sowie um die Programmierung bei der Kreisleitstelle. Zudem gehört der Bereich digitale Alarmierung zu meinen Aufgabengebieten. In der ansässigen Einsatzeinheit NRW WES 04 übernehme ich die Aufgabe des Zugtruppführers und stehe im Einsatz dem Zugführer zur Seite. Ich unterstütze mit meinem Zugtrupp bei der Einsatzführung.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?
 
Definitiv die Abwechslung und Kameradschaft. Der Zusammenhalt aller in der Einheit ist sehr wertvoll und ich schätze sie sehr. Jeder unterstützt den anderen und steht hinter einem. Die Abwechslung zum Alltag ist ein guter Punkt, um abschalten zu können und etwas aus dem Alltag zu flüchten. Das Bedürfnis, Menschen in Not helfen zu können, ist natürlich ein weiterer Punkt, der mir bei den Maltesern sehr gefällt. Das abwechslungsreiche Angebot an Aus- und Fortbildungen gefällt mir sehr gut. So durfte ich eine Rettungssanitäterausbildung, eine Betreuungsfachhelferausbildung, sowie eine Gruppenführerausbildung genießen.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Das funktioniert sehr gut. Mein Arbeitgeber ist über mein Ehrenamt informiert und unterstützt es, soweit es möglich ist. Bei einer Alarmierung kann ich meistens von der Arbeit gehen, vor allem bei Schulzeiten ist dies natürlich möglich. Ansonsten gucke ich, dass ich die mir zur Verfügung stehende Freizeit neben der Arbeit so gut wie möglich plane, um das Ehrenamt und den Job unter einen Hut zu bringen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Da kann ich gar nicht einen nennen Die Katholikentage in Regensburg, Leipzig und Münster waren natürlich ein Highlight. Aber auch die Übung in der Trainingsbase Weeze mit der gesamten Einsatzeinheit war sehr beeindruckend. Zudem sind Sanitätseinsätze wie das Haldern Pop, der Düsseldorfer Rosenmontagszug oder andere immer wieder ein Highlight.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Meine wesentliche Motivation ist mein Bedürfnis, Menschen in Notlagen helfen zu können. Die Dankbarkeit der Menschen, denen man mit meist Kleinigkeiten hilft, ist ein Grund, die Arbeit weiter ehrenamtlich zu machen. Zudem ist unser Stadtverband mit der dortigen Einsatzeinheit eine ganz tolle Truppe, mit der man gerne zusammen ist. Für mich sind die Kollegen bei den Maltesern wie eine zweite Familie.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass die Malteser weiterhin eine so tolle Hilfsorganisation bleiben. Ich wünsche mir, dass sich noch mehr Menschen ehrenamtlich engagieren und das Ehrenamt weiterwachsen kann. Außerdem soll die Kameradschaft und die Zusammenarbeit so bleiben, wie sie ist.

Jürgen Fuchs (68) von den Maltesern in Moers-Xanten

Ist gelernter Bergbauschlosser. Verbringt gerne Zeit mit seinen Enkeln.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 1998.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich habe schon immer was Soziales gemacht. Als ich dann 1998 in den Vorruhestand ging, hab ich eine neue Herausforderung gesucht. Durch meine Tochter Michaela bin ich dann auf die Malteser aufmerksam geworden. Erst habe ich mich viel im Sanitätsdienst engagiert. Dann gab’s eine Umstrukturierung und wir hatten die Idee, einen Hausnotruf-Hintergrunddienst aufzubauen. Mit meinem Schwiegersohn Christoph bin ich sozusagen Gründungsvater dieses Dienstes. Mittlerweile bin ich der Hausnotruf-Leiter hier bei uns in Moers-Xanten.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Wir sind zwar nur ein kleiner Haufen, sind aber eine tolle Gemeinschaft! Ich lerne viele junge Leute kennen und gehöre mit meinen fast 70 Jahren als fester Bestandteil mit zum Team. Das finde ich allemal besser als zu Hause rumzusitzen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Das war der Weltjugendtag 2005 in Köln. Diese Erinnerungen nehme ich mit ins Grab, aber das meine ich positiv! In 5 Tagen haben wir nur 30 Stunden geschlafen und haben uns mit unserer Gliederung ganz viel eingebracht.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich bin selbst mittlerweile in einem Alter, wo der Hausnotruf ein Thema ist. Ich halte das für eine sehr wichtige Sache und brenne dafür. Ich stehe total dahinter, damit die Menschen möglichst lange zu Hause leben können.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass wir alle Ziele, die wir uns selber stecken, auch erreichen und die nötige Energie dafür haben! 

Sandra Heimel (36) von den Maltesern in Havixbeck

Ist von Beruf Rettungsassistentin/Medizinische Fachangestellte und Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen. Ihre Hobbies: Ihre Isländer Stute und ihre kleine Hundedame.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ehrenamtlich aktiv bin ich - mit Unterbrechung - seit 1995. Damals bin ich durch eine Schulprojekt-Woche zu den Maltesern gekommen und mit Unterbrechung später aktiv wieder eingestiegen.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Hauptsächlich bin ich als Rettungsassistentin im Bereich Rettungsdienst/Sanitätsdienst/Katastrophenschutz und First Responder tätig. Aufgrund meiner Weiterbildung zur Qualitätsmanagement-Beauftragten kümmere ich mich seit 2017 um den Bereich QM Rettungsdienst. Ansonsten unterstütze ich, wo ich nur kann, damit wir eine starke Gemeinschaft sind.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Mir gefällt die Abwechslung zum Alltag. Kein Einsatz ist wie der andere, gelernte Fähigkeiten und Ausbildungen können aktiv miteingebracht und weiterentwickelt werden. Das Bildungsprogramm ermöglicht uns Ehrenamtlichen, sich weiterzubilden. Ebenfalls finde ich die Gemeinschaft unglaublich toll, wir sind auch privat eine tolle wachsende Gemeinschaft.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Die Aufgabe läuft voll in mein privates Leben mit rein, da mein Partner auch mit ganzem Herzen Malteser ist. Während meiner Arbeitszeit habe ich das Glück, dass mein Arbeitgeber mich zu Einsätzen und Fortbildungen freistellt. Jedoch muss vieles auch am Wochenende erledigt werden.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Als interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Ereignis fand ich, dass wir mit einem tollen kleinen Team innerhalb kurzer Zeit den ehrenamtlichen Bereich des Rettungsdienstes erfolgreich durch das Qualitätsmanagement zertifizieren konnten. Ein Erfolg von 10 auf 100 % war das für uns Havixbecker!

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich bin gerne da, wenn andere Hilfe und Unterstützung brauchen. Gemeinsam mit anderen etwas zu schaffen, ist toll. Und in unserer heutigen Zeit muss es auch Menschen geben, die bereit sind, etwas zu tun, auch wenn es ehrenamtlich ist.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern für die nächsten 65 Jahre, dass sich viele Menschen ehrenamtlich engagieren und dass auch kleine Ortsverbände weiterhin von den Großen unterstützt werden.

Hans-Elmar Otto (90), von den Maltesern in Greven (früher Stadtverband Münster)

Der Rentner war früher selbstständiger Architekt. Er malt Aquarelle und zeichnet gerne.

Wie lange sind Sie schon bei den Maltesern?

Seit März 1962. 1963 wurde ich in Münster Bereitschaftsführer, damals der erste in der Diözese.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Zuerst war ich – wie gesagt – Bereitschaftsführer. 1986 wurde ich ehrenamtlicher Geschäftsführer im Stadtverband Münster und 1989 dann Stadtbeauftragter.

Wie sind Sie zu den Maltesern gekommen?

Meine erste Begegnung war 1956 bei Heilig Rock in Trier. Da habe ich die Malteser das erste Mal wahrgenommen. Ihr Einsatz hat mir imponiert. Da der Wehrdienst für mich nicht in Frage kam und mir die Malteser gut gefielen, bin ich dann zum Hilfsdienst gegangen.

Wie haben Sie es geschafft, Ehrenamt und Beruf unter einen Hut zu bringen?

Das hat gut geklappt. Als ich geheiratet habe, war ich bereits Vollblut Malteser. Da musste meine Frau mit leben (lacht). Sie hat mir in all den Jahren immer den Rücken freigehalten. Sie war Krankenschwester und hatte viel Verständnis und Achtung für meine ehrenamtliche Tätigkeit.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Es gab viele! Da ist zum Beispiel die Bundessportveranstaltung der katholischen Jugend in Münster. Dort haben wir uns in der Weißenburg-Kaserne um die Vollverpflegung von 30.000 Jugendlichen gekümmert. Das waren 60.000 Brötchen, die aufgeschnitten, geschmiert, belegt und verpackt werden mussten. Wahnsinn! Wir arbeiteten wie am Fließband. Bei diesem Diözesaneinsatz waren wir aber bestimmt fast 400 Leute aus allen Gliederungen. Auf dem Hof hatten wir 25 Feldküchen aufgebaut. Ist alles prima gelaufen!

Gerne erinnere ich mich auch an die Romwallfahrten für Menschen mit Behinderungen: Wir sind damals noch mit dem Zug gefahren, nicht wie heute mit Bussen. Bei der ersten Wallfahrt 1981 wussten wir gar nicht, wie das alles gehen soll, das war ja ganz neu für uns. Wir haben dann einen Stab aufgebaut, das hat hervorragend funktioniert. Ich war dann technischer Einsatzleiter Bahn. Insgesamt 15 Wagen wurden aneinandergereiht, ein Wagen für die Einsatzleitung und dann haben wir noch die Küche der Bocholter Malteser untergebracht. Über die Jahre habe ich sechs Fahrten mitorganisiert und vorbereitet. Damals haben wir am Brenner Halt gemacht und erstmal eine Schneeballschlacht gemacht. Das waren schöne Zeiten!

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass die Arbeit unserer ehrenamtlichen Helfer in der breiten Öffentlichkeit mehr wahrgenommen und vor allem anerkannt wird!

Sebastian Keßeler (26) von den Maltesern in Telgte

Ist Heilerziehungspfleger. Zu seinen Hobbies gehören Musik hören, Freunde treffen
und natürlich die Malteser.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

6 ½ Jahre sind es mittlerweile, die ich bei den Maltesern in Telgte tätig bin.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin in der Transportgruppe als Einsatzsanitäter eingesetzt und begleite dort verschiedene Sanitätsdienste auf Radrennen, Volksläufen und oft auch auf verschiedenen Wallfahrten in Telgte.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Jeder kann sich auf den anderen verlassen. Wir alle sind wie eine große Familie. Und genau das ist das, was mich gerade zu meinem Ortsverein zieht. Und das ist, was ich daran liebe.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einem Hut?

Sehr gut mittlerweile. Da ich innerhalb der Woche keine Dienste habe, kann ich mich immer wieder an den Wochenenden ganz den Maltesern zuwenden.

Was war Ihr interessantester/ erfolgreichster/ bemerkenswertester Einsatz/ Erlebnis?

Ganz klar, die Hochwasserlage in Magdeburg. Dort ging es wirklich mehrere Tage an die Grenzen meines Könnens. Ich konnte viele Erfahrungen in einem Katastropheneinsatz sammeln. Das kann man in Übungen definitiv nicht auf diese Weise erleben.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Um einfach sagen zu können, dass man sich für andere Menschen einsetzt, und das auf freiwilliger Basis. Und was man dann von den anderen Menschen als Dank und Anerkennung zurückbekommt. Das motiviert mich dann auch, immer weiterzumachen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass alle zukünftigen Veränderungen ein gutes gemeinsames Miteinander weiterhin fördern und dass die Zusammenarbeit im gesamten Bistum Münster sowie in den einzelnen Ortsvereinen weiterhin so gut funktioniert wie bisher.
 

Tina Raupach (43), Fahrdienstleiterin bei den Maltesern in Münster

Ist gelernte Bürokauffrau und gibt gerne Reitunterricht. Sie lebt auf einem Ponyhof mit ganz vielen verschiedenen Tieren und unzählig vielen Kindern, die jeden Tag zu Besuch kommen.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin vor zehn Jahren zu den Maltesern gekommen. Damals habe ich eine Stelle als Fahrerin in der Zeitung entdeckt, und dachte: „Hey, da war ich erst vor kurzem zum Erste-Hilfe-Kurs, das ist ganz in der Nähe.“

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Mittlerweile leite ich den Fahrdienst in Münster und bilde mich ständig rund ums Thema Fahren, Fahrzeuge und Qualitätsmanagement (QM) im Fahrdienst fort. Ich bin AV21-Moderatorin und Auditorin im Fahrdienst. Außerdem bin ich für verschiedene Aufgaben in der Diözese zuständig, wie zum Beispiel Spendenanträge.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Weil Nähe zählt….das erleben wir auch im Fahrdienst regelmäßig. Da fallen uns Dinge auf, die nicht in Ordnung sind und wir versuchen, eine Lösung zu finden. Dinge, die eigentlich gar nicht unsere Aufgaben sind, aber wenn wir das Gefühl haben, da kümmert sich gerade keiner drum, helfen wir soweit wie möglich. Zum Beispiel haben wir mal einen Stammfahrgast von zu Hause abgeholt, und die Dame lag noch auf Ihrer Matratze, die total verdreckt war. Daraufhin haben wir den Sozialbetreuer ausfindig gemacht, doch bevor er überhaupt reagieren konnte, hatten wir die Matratze schon entsorgt und der Frau noch am gleichen Tag eine andere gebracht. Dafür ist keiner von uns bezahlt worden, aber da fragt auch keiner nach Entlohnung. Wir tun es, weil wir auch im Fahrdienst ein großes Stück Malteser im Herzen tragen.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Da gibt es so viele, die man gar nicht aufzählen kann. Es sind die unzähligen kleinen Dinge, die es zu einem Großen werden lassen. Zwei größere Events waren für mich der Papstbesuch in Freiburg, der Krankentransport zum einem Flugzeug, das haben wir im Fahrdienst auch nicht so oft, wir sind ja kein Rettungsdienst. Und auch einige Seminare bleiben einem besonders im Gedächtnis, wie zum Beispiel das Führungskräfteseminar auf Ameland.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Meine Motivation ist meine innere Einstellung zu meiner Tätigkeit und den Maltesern. Ich denke, der Fahrdienst gibt vielen Menschen mit Behinderungen oder auch kranken und alten Menschen die Möglichkeit, am Leben teil zu haben. Auch wenn wir nur der Fahrdienst sind, sind wir oft - wie die Friseure – die, die einfach nur zuhören. Und die Professionalität, die wir durch das QM bekommen haben. Ja, die ist aufwendig und kostet Arbeit. Aber wenn jemand denkt: „Was tun die schon….nur ein wenig Auto fahren, das kann doch jeder.“ Nein, da steckt viel mehr hinter als man denkt. Ich trage gerne nach außen, dass ich bei den Maltesern arbeite. Ich hoffe, ich kann auch in der Diözese dazu beitragen, dass ich unseren ehrenamtlichen Helfern ein wenig Arbeit in der Bürokratie abnehmen kann.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich hoffe, dass ich auch in 65 Jahren noch mit Stolz sagen könnte: „Ich bin ein Malteser.“ Also wünsche ich den Maltesern im Bistum Münster auch in den nächsten 65 Jahren noch viele spannende Aufgaben und viel Mut und Optimismus, um diese zu meistern. Ich glaube ganz fest dran.

Steffen Höltje (22) von den Maltesern in Altenbeken

Macht ein Duales Studium in Angewandter Informatik. Er steht auf schwimmen und Trommel spielen. Seit mehreren Jahren unterstützt er die Malteser im Bistum Münster beim alljährlichen Ameland-Einsatz.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Durch den Schulsanitätsdienst bin ich 2011 zu den Maltesern gekommen.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Teil der Sanitätsgruppe unser Einsatzeinheit und mache regelmäßig bei verschiedensten Sanitätsdiensten mit.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Mir gefällt der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft unserer Gliederung und dass man bei den verschiedensten Aktionen immer neue Leute kennen lernt.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Das Ehrenamt und meinen Beruf bekomme ich gut unter einen Hut, da unser Dienstabend immer abends und die Sanitätsdienste meist am Wochenende stattfinden.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Am spannendsten finde ich immer den Sanitätseinsatz auf Ameland, an dem ich seit ein paar Jahren teilnehme. Zudem waren die Einsätze auf den Katholikentagen in Regensburg und Münster eine gute Erfahrung. Eine weitere tolle Erfahrung war die Teilnahme am Bundeswettbewerb vom Schulsanitätsdienst in Aachen.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Meine Motivation ist es, anderen Menschen zu helfen. Ich habe das Gefühl, in einer tollen Gemeinschaft etwas Sinnvolles zu tun.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern weiterhin engagierte Helfer, damit sie auch in Zukunft vielen Menschen mit ihrer Arbeit helfen können.

Alexander Jahn (19) von den Maltesern in Ostbevern-Brock

Ist Auszubildender. Seine Hobbies sind die Malteser, die Ehrengarde im Schützenverein und Freunde treffen.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit meinem 9. Lebensjahr bin ich bei den Maltesern und seit 3 Jahren ehrenamtlich aktiv.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern.

Ich bin Mitglied in der Jugend-SEG (Schnelleinsatzgruppe) und leite die Gruppenstunden für unsere jüngsten Mitglieder. Seit einigen Monaten bin ich ausgebildeter Rettungshelfer und fahre bei FirstResponder-Einsätzen mit.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Gemeinschaft und vor allem die Möglichkeit, Gutes zu tun. Zum Beispiel in Form von Einsätzen in Notfallsituationen.

Wie bringen Sie Ihr Ehrenamt und Ihren Beruf unter einen Hut?

Mein Beruf und mein Ehrenamt vereinbaren sich sehr gut miteinander. Unter anderem deswegen, weil mein Ausbildungsbetrieb offen für ehrenamtliches Engagement ist und aufgrund der Größe des Betriebes im Notfall meine Erfahrungen bei den Maltesern von Vorteil sein können.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Interessant sind immer die Jugendgruppenstunden und die Ferienaufenthalte auf Ameland. Mein erfolgreichstes Erlebnis war auf jeden Fall der Lehrgang zum Rettungshelfer an der Malteserschule in Dortmund. Bemerkenswert ist, dass alle Maltesereinheiten zwar eine Einheit für sich sind, aber trotzdem offen für alle anderen Gruppen sind und wir voneinander lernen können.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe war der Auslöser, den Maltesern beizutreten. Der Wunsch, sich im Rettungsdienst ausbilden zu lassen, kam im Laufe der Zeit dazu. Dass mir hier die Möglichkeit geboten wird, an Schulungen, Fort-, Weiter- und Ausbildungen teilzunehmen, ist für mich der Grund, mich ehrenamtlich zu engagieren und mich auf Dauer zum Rettungssanitäter weiterzubilden.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern und allen anderen Menschen, dass sie ebenfalls Freude am Ehrenamt haben und immer Menschen davon überzeugen können, dass Gutes tun gut tut.

 

Bernhard Bücker (70) von den Maltesern in Münster

Ist mittlerweile Rentner, war von 1969 bis 2013 Diözesanreferent in verschiedenen Bereichen. Er fährt gerne Rad und macht leidenschaftlich gerne Urlaub auf Ameland.

Wie lange sind Sie schon bei den Maltesern?

Seit August 1962.

Beschreiben Sie kurz ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich habe als Helfer im Sanitätsdienst angefangen, war dann Mitglied im Verpflegungstrupp, dort auch viele Jahre Leiter der mobilen Küche. Außerdem bin ich im Krankentransport und im Katastrophenschutz tätig gewesen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Obwohl ich lange hauptamtlich bei den Maltesern gearbeitet habe, habe ich mich darüber hinaus immer ehrenamtlich engagiert. Die Arbeit und die Zusammenarbeit mit den anderen Helfern waren schon immer das Wichtigste. Da habe ich nie auf Stunden geachtet.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Auch im Rahmen meiner hauptamtlichen Tätigkeit habe ich weiter in den Einheiten mitgearbeitet, was eine große Bereicherung für die Arbeit bei den Maltesern war.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Im Herbst 1970 war ich 4 Wochen in Pakistan im Einsatz im Rahmen der Nothilfe nach einer Überschwemmungskatastrophe. Dort war ich im Feldlazarett als Koch eingesetzt. Dieser Einsatz ist bis jetzt das größte Erlebnis, und ich habe noch immer Kontakt mit einem Arzt in Münster, der damals als Assistenzarzt mit im Einsatz war.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Nach meiner Rente bin ich auch weiterhin ehrenamtlich für den Sanitätseinsatz auf Ameland und als Referent für die Malteser Pastorale zuständig, was mir sehr wichtig ist. Es geht nämlich nicht nur um Wirtschaftlichkeit und als katholischer Verband sollten wir die Menschlichkeit besonders im Auge behalten.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass der Verband weiter wächst und auch künftig noch mehr Gemeinschaft und weniger Wirtschaftlichkeit und Verwaltung im Fokus steht. Die Ehrenamtlichen sind eine der tragenden Säulen unseres Verbands.

Petra Zobel (57) von den Maltesern in Recklinghausen

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?

Vor 18 Jahren habe ich bei den Maltesern als Fahrerin für den Mahlzeitendienst angefangen, durchlief dann verschiedene Abteilungen und bin nun als Verwaltungsangestellte in der Dienststelle Recklinghausen tätig.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin für alle verwaltungstechnischen Tätigkeiten, hauptsächlich im Fahrdienst, zuständig.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Am meisten gefällt mir bei den Maltesern, dass man in einem sozialen Bereich unter Bedingungen, bei denen man zu einem großen Teil Gestaltungsfreiheit hat, für andere Menschen helfend tätig sein kann.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Mein bemerkenswertestes Erlebnis bei den Maltesern war, dass ich zu einem Zeitpunkt, zu dem es mir persönlich sehr schlecht ging, von der Gemeinschaft der Malteser wie in einer Familie aufgenommen wurde und ich dadurch wieder Mut fassen und in ein zufriedenes Leben zurückkehren konnte.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern, vor allem im Bistum Münster, dass sie auch in den nächsten 65 Jahren mit viel Elan und gemäß dem Motto „Weil Nähe zählt“ die zukünftigen Herausforderungen meistern.

Karlheinz Simons (74) von den Maltesern in Drensteinfurt

War früher Sparkassenbetriebswirt und ist seit 2003 Pensionär. Seine Hobbies sind Malteser, Tennis und Radtouren im In- und Ausland.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern? 

Seit dem 10. November 1962, bei der Aufstellung des Luftschutzhilfsdienst-Fernmeldezug für den Kreis Lüdinghausen. Dem unmittelbar vorausgegangen war die große Flutkatastrophe in Hamburg.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern? 

Von 1963 bis 1964 war ich Fernsprechgruppenführer. Im Sommer 1964 übernahm ich den 64. LS-FMZ-RWL in Drensteinfurt als Zugführer. Nach 39 Jahren gab ich dann das Amt des Fernmeldezugführers am 12. Dezember 2003 ab. Seit 1980 bin ich der stellvertretende Stadtbeauftragte in Drensteinfurt.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten? 

Das “Wir-Gefühl”! In einer Kleinstadt wie Drensteinfurt mit etwa 15.000 Einwohnern halten alle Malteser zusammen, ziehen an einem Strang. Viele Gemeinsamkeiten, trotz verschiedener Aufgaben und Dienste, gestalten das Malteserdasein immer wieder interessant und zukunftsweisend.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut? 

Nachdem ich fast 15 Jahre pensioniert bin, erfüllt mein Familienleben mit drei verheirateten erwachsenen Kindern und deren vier Kindern einen Großteil meines heutigen Tagesablaufs. Aber auch der Dienst am Nächsten im Malteser Hilfsdienst steht dabei nach wie vor auf dem Plan. Zwar nicht mehr vorrangig, aber immer noch an zweiter Stelle stehe ich mit helfender Hand zur Seite.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis? 

Ein einzelner Einsatz bzw. ein Erlebnis war es eher nicht. Hier denke ich vielmehr in meiner 55-jährigen Malteser-Arbeit an die verschiedensten Funk- und Fernmeldeübungen und Einsätze landesweit, unter anderem auch mit diversen anderen Hilfsorganisationen, an die Rom-Wallfahrten von November 1981 bis 1995, die immer wieder ein neues Erlebnis für mich waren und natürlich auch die internen Veranstaltungen auf Ortsebene.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation? 

Die Arbeit des Malteser Hilfsdienstes war und ist bis heute für mich aktive und gelebte Nächstenliebe. Den Menschen zu helfen, die in unserer Gesellschaft Hilfe benötigen, war für mich stets ein Anliegen und wird es weiterhin auch bleiben. Der Malteser Hilfsdienst ist Garant, diesen Auftrag stets zu verwirklichen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre? 

Ich wünsche den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre, dass sie in ihrem ehrenamtlichen Engagement nicht nachlassen, sondern fortfahren. Mögen die Malteser mit all ihren Gliederungen sich in den nächsten Jahrzehnten stetig weiterentwickeln und neu orientieren. Der Herrgott gebe dazu seinen Segen.
 
 

Martin Fortmann (54), arbeitet im Bereich Controlling und Finanzen in der Diözesangeschäftsstelle

Spielt Posaune in einer Brass Band und im Posaunenchor.

Wie lange sind Sie schon bei den Maltesern aktiv?

Seit 1987 im Ehrenamt und seit 2011 im Hauptamt.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Meine Schwerpunkte liegen in der Erstellung von Statistiken und Auswertungen für die Diözesangeschäftsführung und für unsere ehrenamtlichen Gliederungen im Bereich der Finanzen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Der Zusammenhalt untereinander und die Gemeinschaft.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Das war 1987 – da habe ich meine Frau Heike bei den Maltesern kennengelernt :-)

Wieso sind Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich habe dort über die Jahre so viele tolle Menschen kennengelernt. Mit vielen bin ich auch heute noch befreundet.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Viel Erfolg und, dass sich immer neue Ehrenamtliche für eine Tätigkeit bei den Maltesern entscheiden!

Kerstin Hötzel (34), Leiterin Einsatzdienste bei den Maltesern im Kreis Steinfurt

Sie ist Schilder- und Lichtreklameherstellerin. Zu ihren Hobbys zählen ihr Hund und natürlich die Malteser.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit August 2001.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin derzeit Leiterin Einsatzdienste der Malteser im Kreis Steinfurt und vertrete gegenüber dem Kreis und anderen die Einsatzeinheiten im Kreis.
In der Ortsgliederung Ochtrup bin ich Helferin, übernehme aber auch hier Aufgaben, wo ich benötigt werde.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Das „Wir-Gefühl“, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein und sich nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten einbringen zu können.
Schön finde ich auch, auf überregionalen Einsätzen wie dem DKT (Deutscher Katholikentag) Gleichgesinnte zu treffen, dort sind auch schon die einen oder anderen Freundschaften entstanden!

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Das gestaltet sich oft schwierig. Über Tag während der Arbeit bin ich immer nur bedingt ansprechbar, alles weitere fällt in die Freizeit abends oder am Wochenende, aber gerne nimmt man auch schon mal Urlaub, zum Beispiel für den DKT, der regelmäßig stattfindet.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Da fallen mir zwei ein. Zum einen der G20-Gipfel im letzten Jahr, wir Malteser gemeinsam mit dem Kreis Steinfurt, DRK, Feuerwehr und DLRG im Einsatz waren. Die Vorbereitungsphase war sehr intensiv und zeitraubend. Aber die Mühe hat sich gelohnt und wir haben viele Erkenntnisse aus diesem Einsatz mitnehmen können.
Als zweites fällt mir der DKT ein, hier durften wir schon mehrfach die Besucherunterkünfte organisieren und betreiben, aber auch die sanitätsdienstliche Seite des Einsatzes. Ich habe hier mehrfach die Besucherunterkünfte, die in Schulen sind, stellvertretend aber auch selbstverantwortlich geleitet. Ich nehme aus solchen Einsätzen immer gerne neue Erfahrungen mit und lasse diese bei neuen Einsätzen miteinfließen.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Bei den Maltesern bekomme ich die Möglichkeit, mich in unterschiedlicher Weise einzubringen. Es gibt einem das Gefühl, zu einem großen Ganzen zu gehören und dieses mitgestalten zu können.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass es uns immer wieder aufs Neue gelingt, unsere Aufgaben und Herausforderungen zu meistern.
Dass wir unsere Mitmenschen für die ehrenamtliche Arbeit der Malteser auch in Zukunft begeistern können.

Urs Middendorf (48) von den Maltesern in Emsdetten

Seine Hobbies sind Malteser, Musik, Briefmarken sammeln und unnützes Wissen. Früher hat er als Speditionskaufmann gearbeitet, mittlerweile ist er Rentner.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit dem 1. Mai 1988. Ab August 1988 habe ich auch meinen Zivildienst bei den Maltesern gemacht.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich engagiere mich auf Diözesanebene viel in unserer Beratungsgruppe Finanzen, hier bin ich einer von zwei Vorsitzenden. Auch die Themen Verbandsentwicklung, Ehrenamt 2020 und DUKE liegen mir sehr am Herzen. Auf Bundesebene bin ich in der Projektleitung für unsere TeamPlattform aktiv.  

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Herzlichkeit bei der Zusammenarbeit mit anderen Maltesern. Das habe ich in anderen Bereichen nie so kennengelernt. Selbst beim größten Streit sind die Malteser noch herzlich zueinander.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Ich genieße da einen gewissen Luxus als Rentner. Dieser ermöglicht mir, im Ehrenamt bei den Maltesern aktiv zu sein. Ich muss mich also nicht den ganzen Tag zu Hause um meine Briefmarkensammlung kümmern.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Es gibt natürlich mehrere im Laufe der Jahre und Jahrzehnte. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Rückholdienst im Jahr 1989 aus Clegden in Ungarn. Der Ort liegt etwa 50 km östlich von Budapest. Nach ihrem Urlaub am Plattensee war eine Familie gestrandet. Der Vater war nämlich erkrankt und die restliche Familie konnte kein Auto fahren. Ich bin dann nach Ungarn geflogen, um die Familie samt Auto und Anhänger abzuholen und nach Deutschland zurückzubringen. Das war aufregend! Ich musste Flug, Taxi und Hotel selbst organisieren. Dann die unterschiedlichen Währungen. Auf der Rückfahrt löste sich dann kurz hinter Wien ein Rad des Anhängers, welcher übrigens mit 300 Brathähnchen und mehreren Säcken Paprika beladen war. Ich konnte dann am nächsten Rastplatz abfahren, alles ist gut gegangen. Trotz der Schwierigkeiten bin ich sonntags gegen 21 Uhr in Dinslaken angekommen, hier wohnte die Familie. Dann bin ich mit dem Zug nach Münster gefahren und mit der Regionalbahn weiter nach Emsdetten. Puh! Am Montagmorgen hatte ich meinen ersten Arbeitstag und begann meine Ausbildung zum Speditionskaufmann.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Das ist gar nicht mal so leicht, in Worte zu fassen. Erstens finde ich hier eine sinnvolle Aufgabe, ich kann trotz meiner Behinderung und Frührente meine Fähigkeiten einbringen und hänge nicht zu Hause rum. Zweitens gefällt mir das Konzept der Malteser. Ich finde, wir sind ein sehr innovativer Verein, der sehr flexibel und schnell in Notsituationen für Menschen reagieren kann, zuletzt z.B. in der Flüchtlingshilfe. Dass ich mich mit meinen Fähigkeiten gut einzubringen kann und eine positive Rückmeldung zu meinem Engagement bekomme, ist toll. Wir entwickeln unseren Verband immer wieder weiter und verlieren unseren Auftrag, Menschen zu helfen, nicht aus den Augen. Und ich kann einen kleinen Teil dazu beitragen. Das gefällt mir sehr gut!

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern für die nächsten 65 Jahre weiterhin die Flexibilität und die Helferinnen und Helfer, die es braucht, um die gute Arbeit fortzuführen. Vor allem in Krisensituation, die die Malteser bisher immer mit Bravour gemeistert haben.

Susanne Maubach (53) von den Maltesern in Emmerich

Ist Diplom-Restauratorin für Gemälde, Skulpturen und Altäre. Zu ihren Hobbys zählen die Kunst wie Zeichnen, Malen und Fotografie, die Klassische Musik, Segeln und der heimatliche Garten. Aber im Besonderen natürlich ihre Tätigkeit bei den Maltesern.        

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 9 Jahren bin ich aktives Mitglied bei den Maltesern.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich unterstütze meinen Mann in der Leitung Notfallvorsorge in Emmerich, vor allem im Bereich der Sanitätsdienste und Zelte. Als Rettungshelferin bin ich im Sanitätsdienst und im Katastrophenschutz tätig. Da ich aber auch gewählte Helfervertreterin bin, kümmere ich mich um die Belange der Helfer, für all ihre Sorgen und Wünsche, bei gegebenen Anlass mit Meldung an die Ortsleitung und andersherum. Bei Bedarf engagiere ich mich, auch als Jugendgruppenleiterassistentin in der Jugendgruppe. Man könnte genauso gut sagen, ich bin da, wo ich gebraucht werde.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Mich hat der Spruch "um Gottes Willen für den Menschen" überzeugt und dies möchte ich auch gerne umsetzen. Ich erlebe in dieser christlichen Gemeinschaft eine große Toleranz im Glauben und im Umgang mit dem Nächsten. Der Glaube wird bezeugt, indem glaubwürdig geholfen wird. Hilfe zeigt sich auch darin. dass mit ihr ein Zeugnis der Liebe erkennbar ist.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Da ich selbstständig tätig bin, kann ich meine Zeit selbst einteilen, hierbei muss ich mich oft bremsen, dass meine ehrenamtliche Tätigkeit nicht überhandnimmt. Denn alles, was beruflich liegen bleibt, muss nachgeholt werden. Es sollte eine gesunde Mitte zwischen Beruf, Familie und dem Ehrenamt sein.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Oh, da gibt es vieles, das würde nun hier den Rahmen sprengen. Als besondere Beispiele, der Papstbesuch in Freiburg, die Ferienfreizeit auf Ameland, unsere Unterstützung in der Flüchtlingshilfe und der ein oder andere Sanitätsdienst, als besonderes Ereignis in diesem Jahr mit der Malteserseifenkiste in Hochelten den Berg hinunter zu rauschen.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Es macht mir Spaß im Team anzupacken. Neben dem erlernten Wissen, etwas sinnvolles zu tun und Gleichgesinnte kennenzulernen. Ich kann meine Talente mit einbringen und stelle dabei fest, dass ich gebraucht werde. Es macht mir Spaß und ich erlebe viel, egal ob mit Jung oder Alt.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern in den nächsten 65 Jahren, dass viele Menschen den Weg finden sich in der Malteserarbeit zu engagieren. Damit der Geist der Nächstenliebe weiter erhalten bleibt.

Max-Joachim Gutermuth (78), Fördermitglied

Der Diplom-Kaufmann war früher aktiv bei den Maltesern in Münster und ist seit vielen Jahren Fördermitglied. Im letzten Jahr wurde er mit der Malteser Dankplakette der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens ausgezeichnet. Insgesamt ist der Rentner seit über 60 Jahren Malteser Mitglied. Seine Hobbies sind Segeln, Tennis, Ahnenforschung und Reisen.

Wie lange sind Sie schon bei den Maltesern?

Über die Jugendorganisation Neu-Deutschland bekam ich Kontakt zum MHD, dessen Mitglied ich Ende 1955 wurde. Ab der Zeit war ich 7-8 Jahre aktiv; in der Folgezeit bis heute förderndes Mitglied.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Nach Absolvierung der entsprechenden Kurse wurde ich 1957 als Gruppenführer und 1959 als ehrenamtlicher Bereitschaftsführer in Münster eingesetzt. Damit war ich für die Ausbildung und den Einsatz von über 100 Ersthelfern, Sanitätern, Fernmeldern und Kraftfahrern verantwortlich. Nach 7/8 Jahren beendete ich meine aktive Zeit aus Gründen der Ausbildung, Berufszeit und Familiengründung; seitdem bin ich dem MHD als förderndes Mitglied treu geblieben.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Von Anfang an hat mich die Idee und Zielsetzung des MHD begeistert. Bei den Maltesern habe ich viel gelernt, eine begeisterungsfähige und einsatzfreudige Gemeinschaft erlebt, mit der der Einsatz für den Nächsten eine Freude war.

Wie haben Sie früher Ehrenamt und Beruf unter einen Hut gebracht?

Während meiner aktiven Zeit habe ich als Schüler für den Besuch von Kursen und die Teilnahme an Einsätzen um entsprechende Befreiung vom Schulunterricht ersucht, die mir auch gewährt wurde. Als Student konnte ich meine Zeit freier einteilen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Beeindruckt hat mich immer wieder die Dankbarkeit der Menschen, denen wir helfen konnten. Meine interessantesten Einsätze waren die Betreuung von Kranken und behinderten Mitmenschen während der Pilger-Sonderzug-Wallfahrt nach Banneux/Belgien 1960, der Einsatz während des Eucharistischen Weltkongresses in München 1960 sowie die Teilnahme an der LSHD-Übung „Sternschnuppe“ 1962 im Landkreis Tecklenburg als Schiedsrichter.

Wieso engagieren Sie sich für die Malteser? Was ist Ihre Motivation?

Hauptmotivation für mich waren die caritative und soziale Tätigkeit am Nächsten sowie der Einsatz für die, die unsere Hilfe am dringendsten benötigen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern, dass ihnen stets eine ausreichende Zahl von aktiven Helfern und fördernden Mitgliedern zur Verfügung stehen, damit Idee und Zielsetzung des MHD lebendig fortgeführt werden können.

Miriam Lockschen (26) von den Maltesern in Moers-Xanten

Ist examinierte Altenpflegerin. Liebt es, zu reisen, zu fotografieren und natürlich die Jugendarbeit bei den Maltesern. Geht auf San-Dienste, steht auf Karneval und verbringt gern Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit August 2007.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich leite und repräsentiere unsere Jugendarbeit im Ortsverband. Dazu plane und führe ich Gruppenstunden gemeinsam mit den anderen Gruppenleitern durch. Den Kindern und Jugendlichen bringen wir dabei zum Beispiel altersgerecht Erste Hilfe nahe. Zusammen mit den Kindern und Jugendlichen nehme ich an verschiedenen Lagern der Malteser teil. Mit viel Spiel, Spaß und Freude vermittel ich Wissen und gebe die Begeisterung für Soziales Engagement sowie den Malteser Erwachsenenverband weiter. Ich zeige den Kindern und Jugendlichen, was es heißt, bei den Maltesern tätig zu sein und mache ihnen das Vereinsleben schmackhaft. Eine weitere Aufgabe ist das Aufbauen von weiteren Kinder- und Jugendgruppen in Moers-Xanten.
In der Notfallvorsorge besetze ich Sanitätsdienste auf verschiedenen Veranstaltungen und leiste erweiterte Erste Hilfe.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Mir gefällt an den Maltesern, dass man in verschiedenen Bereichen tätig sein und sein Wissen und Können einbringen kann. Bei den Maltesern sind die unterschiedlichsten Leute mit verschiedenen Berufen tätig, so dass man voneinander lernen kann, vieles für sich persönlich mitnimmt und man sich im Team austauschen kann. Dazu lernt man durch die verschiedenen Dienste auch viele neue Leute aus vielen Orten kennen. Bei den Maltesern warten bei unseren vielfältigen Aufgaben immer wieder neue und persönliche Herausforderungen, an denen ich selber wachsen kann. Ich hätte früher nie gedacht, dass ich heute selber eine Kinder- und Jugendgruppe leite und meine Freude an den Maltesern weitergeben kann. Was mir besonders gefällt, ist, dass ich mir in beiden Bereichen - also Jugend und Notfallvorsorge - selber die Zeit einteilen kann, so dass ich auch beiden Diensten gerecht werden kann.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Durch eigene Zeiteinteilung und das Zusammenarbeiten im Team gelingt es mir, mein Ehrenamt und meinen Job unter einen Hut zu bekommen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Mir ist ein Einsatz ganz besonders in Erinnerung geblieben: Bei dem Einsatz gab es im Team eine starke Meinungsverschiedenheit. Als dann aber der Notfall reinkam, arbeiteten wir Hand in Hand und die Meinungsverschiedenheit war erstmal bei Seite geschoben, denn der Patient und seine Gesundheit standen im Vordergrund. Es war ein toller Einsatz, weil wir trotz der Meinungsverschiedenheit als Gemeinschaft an einem Ziel gearbeitet haben. Und das war, das Leben des Patienten zu retten. 
In der Jugend sind alle Erlebnisse interessant, denn es ist immer schön, wenn man aus den verschiedensten Orten aufeinandertrifft und eine schöne Zeit miteinander verbringt. Denn jeder unterstützt jeden. Als zum Beispiel Kinder aus unserer Jugend mit zur Amelandfreizeit mitfahren wollten, wir drei Gruppenleiter aber aufgrund verschiedener Gründe nicht mitfahren konnten, hat ein anderer Ortsverband nach einer Anfrage unserer Diözesanjugendreferentin Annalena sofort zugesichert, dass sie unsere Kinder mitnehmen. Es fühlt sich gut an zu wissen, dass man bei den Maltesern nie allein ist.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

In der Malteser Jugend engagiere ich mich, weil ich die Jugendarbeit wiederaufleben lassen möchte. Ich will ein kleines Stück Erfahrung und vor allem viel Freude am Helfen weitergeben. Ich will unsere Kinder und Jugendlichen in der Helferschaft weiterhin fördern und fordern, damit Jugend und Erwachsenenverband "Hand in hand gehen". 
In der Notfallvorsorge ist es fast genauso. Ich möchte die Freude am Helfen und die Begeisterung an der Ersten Hilfe an neue ehrenamtliche Helfer weitergeben. Wenn ich auf einem Sanitätsdienst bin, ist das ganz anders als mein Beruf "im normalen Leben". Das ist spannend!

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern im Bistum Münster weiterhin viel Erfolg und dass viele neue Menschen für die Malteser tätig werden.

Chris Terhart (56) aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) der Malteser in Rees

Ist Diplom-Pädagoge. Zu seinen Hobbies zählen Fußball und Fotografie.

Wie lange sind Sie schon bei den Maltesern?

Seit April 2015.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

In unserer ZUE kümmere ich mich um die pädagogische Betreuung. Außerdem bin ich Freizeitpädagoge und Projektleiter des FC Horizont INT. - Team of Nations. In diesem einzigartigen Projekt widmen sich Deutsche und Flüchtlinge gemeinsam dem Sport.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Es ist der Umgang mit vielen ganz besonderen Menschen, gerade auch mit Blick auf das Projekt, welches die Arbeit zu einer echten Herausforderung werden lässt. Kulturelle und religiöse Vielfalt, die - aus europäischer Sicht – spannenden Erfahrungen, mit Menschen aus Ländern arbeiten zu dürfen, die uns bislang weitestgehend verschlossen geblieben sind. Und nicht zuletzt die – nicht weniger spannenden und oft auch leidvollen - individuellen Geschichten eines jeden Einzelnen. All dies macht diese Arbeit so einzigartig.

Was war Ihr interessantestes und bemerkenswertestes Erlebnis?

Die sicher herausragendsten Erlebnisse der beiden vergangenen Jahre sind zum einen der Gewinn des Förderpreises ‘Helfende Hand' und die damit verbundene Verleihung im Bundesinnenministerium in Berlin (2016). Und zum anderen der 1. Preis der Sportförderstiftung des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, den wir zusammen mit unserem Kooperationspartner SV Fortuna Millingen 1920 e.V. gewonnen haben. Dazu gehörte natürlich auch die feierliche Preiverleihung in der BayArena im Dezember 2017. Diese Anerkennungen ehren uns und spornen uns sicher an. Genauso dankbar bin ich jedoch auch für die Anerkennung der Menschen, denen wir unser tägliches Engagement widmen. Sie verleihen uns zwar keine Preise, aber sie entlohnen unser Engagement mit dankbarer Mimik. Einzigartig und daher bemerkenswert ist auch unser Bemühen um besonders talentierte Fußballer, die in unsere Einrichtungen kommen. Es ist Teil unseres Konzepts, diese Talente zu fördern, auch wenn sie unsere Einrichtungen bereits wieder verlassen haben. Wir begleiten sie auf ihrem Weg in die Professionalität, indem wir beispielsweise Probetrainings bei höherklassigen Clubs vermitteln. Es macht mich stolz, dass ehemalige Spieler des FC Horizont INT. inzwischen Perspektiven bis hin in die Regionalliga haben. Das erforderliche Rüstzeug bekommen diese Spieler während ihres Aufenthaltes bei uns, indem sie in speziellen Deutschkursen die „deutsche Fußballsprache“ erlernen.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Die vergleichsweise hohe Fluktuation in unseren Einrichtungen, aber insbesondere die unsere Bewohner mit der einhergehenden Vielfalt, sorgen für einen mehr als abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass kein Tag dem Anderen gleicht. Das ist nicht nur eine besondere Herausforderung, sondern macht den Dienst gleichsam spannend.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern, nicht nur im Bistum Münster, für die Zukunft, dass sie – trotz der vielfältigen Aufgaben – ihre sprichwörtliche Nähe vor Ort nicht verlieren. Nähe bringt Orientierung und Sicherheit, nicht nur den Mitarbeitern. Insoweit hat der Slogan “...weil Nähe zählt“ immer seine Berechtigung.

Heinz Loddenkötter (68) von den Maltesern in Telgte

Er fährt Fahrrad und reist sehr gerne.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 50 Jahren bin ich bei den Maltesern in Telgte ehrenamtlich tätig.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Bei den Maltesern in Telgte bin ich seit 50 Jahren Helfer in der Betreuungsgruppe, seit 1980 Zugführer im Katastrophenschutz und seit 1990 Stadtbeauftragter.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Am besten gefällt mir die Gemeinschaft.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Ich bin mittlerweile Rentner und habe zum Glück kein Problem mehr damit, Ehrenamt und Beruf unter einen Hut zu bringen.

Was war Ihr interessantester/ erfolgreichster/ bemerkenswertester Einsatz/ Erlebnis?

Meine schönsten Einsätze waren: Hochwasser in Magdeburg, Weesenstein, Glatz, Oppeln und Hydebreck, die Hilfsgütertransporte nach Schlesien, einem behinderten Kind in Schlesien zu helfen. Die Romwallfahrten für Menschen mit Behinderung. Ein besonderes Erlebnis war der Umbau eines Kindergartens für behinderte Kinder in Zagreb.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Es motiviert mich, anderen etwas von meinem Glück weiter- bzw. zurückzugeben.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass die Malteser viele neue ehrenamtliche Helfer und Helferinnen finden.
 

Tristan Linnemann (19) von den Maltesern in Emsdetten

Macht ein FSJ bei den Maltesern in Münster. In seiner Freizeit ist er bei den Maltesern auch ehrenamtlich sehr aktiv und trifft sich gern mit Freunden.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit fünf bis sechs Jahren.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Gruppenleiter einer Kindergruppe und Stadtjugendsprecher in Emsdetten. Meine Aufgabe sehe ich vor allem in der Repräsentation und auch Leitung der Malteser Jugend auf Ortsebene.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Am besten gefällt mir die Gemeinschaft, die ich bei vielen verschiedenen Aktionen erfahren darf. Hinzu kommt die Möglichkeit, mich auf vielfältige Weise einzubringen - Einsatzeinheit und Jugend - und auch über Ortsgrenzen hinaus Leute kennenzulernen.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Das ist gar nicht so einfach. Besonders seitdem ich mein FSJ bei den Maltesern mache. Da ist die Trennung dann oft gar nicht so einfach. Der Vorteil ist jedoch, dass mein Vorgesetzter meine ehrenamtliche Tätigkeit natürlich unterstützt und auch versteht. Um beides unter einen Hut zu bringen, versuche ich meine „Malteserzeit“ möglichst effektiv zu nutzen, um dann auch Freiräume im Alltag zu bekommen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Das ist wirklich schwer bei den vielen „geilen“ Sachen, Aktionen und Einsätzen, die ich bisher erlebt habe. Besonders ist mir jedoch das Bundeslager bei uns in Münster im Gedächtnis geblieben. Es hat sich ein wenig wie ein Pfingstlager mit 500 Menschen mehr angefühlt. Eine Riesen-Aktion!

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Bei den Maltesern bekomme ich die Möglichkeit, ganz verschiedenen Menschen auf unterschiedliche Art zu helfen. Dadurch habe ich das Gefühl, wirklich etwas Sinnvolles zu tun und sehe auch, dass meine Arbeit etwas bewirkt.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern, dass die Jugendarbeit weiter ihren Stellenwert behält oder sogar vergrößert. Auch das Thema Wertschätzung sollten wir uns im Verband noch mehr auf die Fahnen schreiben.
 

Marion Hermes (54) von den Maltesern in Dorsten

Arbeitet bei der Caritas als Fahrerin für ‚Essen auf Rädern‘. Zu ihren Hobbies zählen das Singen im Kirchenchor, ihr Hund und ihre Katze, Sport und natürlich die Malteser.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin seit dem Jahr 2000 Teil des Teams.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern.

Meine Aufgabe ist es, alte und einsame Menschen im Heim oder zu Hause zu besuchen und ihnen mit Gesprächen, Spaziergängen oder auch Kartenspielen die Nachmittage zu erheitern. Dabei entwickeln sich oft jahrelange Freundschaften. Außerdem engagiere ich mich beim Rollstuhlfahrer-Treff und unterstütze die Malteser bei Aktionen und Festen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Gemeinschaft, das freundliche Miteinander und die interessanten gemeinsamen Aktivitäten.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Da Caritas und Malteser sehr gut miteinander zusammenarbeiten, kann ich meinen Job immer sehr gut mit meinem Ehrenamt vereinbaren.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Das erste beeindruckende Erlebnis war zugleich eins der schönsten: die 50-Jahre-Jubiläumsfeier der Malteser im Dom von Münster. Ein großes Orchester spielte „Everything I do, I do it for you” von Bryan Adams beim Einzug der Malteser-Gruppen und begleitete den festlichen Gottesdienst mit wunderschönen Klängen. Und: die Wallfahrten mit den Rollstuhlfahrern nach Rom, verbunden mit einer Papst-Audienz am Petersdom, werden mir immer unvergesslich in herzlicher Erinnerung bleiben.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Meine größte Motivation ist mein katholischer Glaube und der daraus entspringende Wunsch, Gutes zu tun und den Menschen Freude zu bereiten.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Glück, Freude, viel liebenswerten und beständigen Malteser-Nachwuchs sowie weiterhin eine sehr gute Zusammenarbeit.
 

Bernhard Kuper (71) von den Maltesern in Münster

Gelernter Kundendiensttechniker. Zu seinen Hobbies zählt das Anlegen und Pflegen der Familiengärten.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 1962. Und seit 1964 in der Diözese Münster.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Ersthelfer, Sanitäter, Ausbilder für Erste Hilfe, Pflegediensthelfer, Feldkoch und Rettungssanitäter. Seit 1970 bin ich bei den Maltesern in Münster im Betreuungszug bzw. in der Feldküche des Zivilschutzes tätig.
Im Jahr 1972 habe ich unsere Mobile Küche aufgebaut und bin seitdem Leiter der Mobilen Küche.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen im Stadtverband Münster und mit anderen Stadtverbänden, die Kameradschaft und der mir anvertraute Einsatzbereich.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Mein Arbeitgeber und Abteilungsleiter haben meine ehrenamtliche Arbeit bei den Maltesern stets unterstützt.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Die Verpflegung der Bevölkerung am Dom zu Münster, unter anderem zum Besuch von Papst Johannes Paul II., dem Bistumsjubiläum, den Ökumenischen Pfingstmontage, dem Kfd-Jubiläum und dem Papstbesuch von Benedikt XVI in Freiburg. Und natürlich auch die Verpflegung der Helferinnen und Helfer während verschiedener Wallfahrten - Rom, Lourdes, Telgte – und bei Bereitschaftsdiensten von Großveranstaltungen, wie die Fußball-WM in Köln, die Loveparade Duisburg, das Hochwasser im Kreis Steinfurt – Borken in Heek, das Elbehochwasser in Sachsen-Anhalt oder das Hochwasser in Münster.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Um Hilfsbedürftigen, Armen und Kranken im Sinne des christlichen Glaubens zu helfen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass die Glaubensüberzeugung aktiver sichtbar wird, dass die Kameradschaft und der Zusammenhalt zwischen den Helferinnen und Helfern noch mehr zunimmt und dass die verschiedenen Helfergruppen noch unbürokratischer mit Materialien ausgestattet werden, damit sie ihren Dienst optimal leisten können.
 

Stephan von Salm-Hoogstraeten (42), Diözesangeschäftsführer

Seine Hobbies sind singen und Malteser :-).

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit dem 01.11.2011, davor seit 1996 in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen in Duisburg und Borken.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Als Diözesangeschäftsführer kümmere ich mich mit einem tollen Team um alle Belange im Haupt- und Ehrenamt. Führen, gestalten, organisieren u.v.m. – ich bin dankbar, dazu beitragen zu dürfen, die möglichst besten Bedingungen für ehren- und hauptamtliches Engagement in der Diözese zu schaffen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Anderen Menschen auf ganz vielen Feldern helfen zu können und das in einer erlebbar christlichen Gemeinschaft, die so viele unterschiedliche und interessante Menschen hat; die Begegnung mit ihnen ist ein tolles Gefühl.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Am nachhaltigsten wirken bei mir die Ereignisse nach, bei denen unser Maltesergeist am deutlichsten spürbar war: schwierige Einsätze bei Sanitätsdiensten als Ehrenamtlicher genauso wie mein Besuch 2015 bei unserer Partnergliederung in Baia Mare (Rumänien) oder die Romwallfahrt 2015 – es ist einfach beeindruckend, wie zugewandt, schnell und hochqualitativ Malteser helfen.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich empfinde mein Maltesersein nicht als reinen Job, sondern tatsächlich als Berufung; als Einzelner können wir nicht viel bewirken; als Teil eines großen Teams aus Haupt- und Ehrenamt sind wir unschlagbar. Von dieser wunderbaren Gemeinschaft fühle ich mich getragen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass es uns immer auf Neue gelingt, die Nöte und Sorgen der Menschen um uns herum zu bemerken. Dass wir stetig achtsam sind auf uns selbst, auf alle, die sich in unserer Maltesergemeinschaft engagieren und auf all die, die unsere Hilfe brauchen.

Christine Wixmerten (78) von den Maltesern in Emsdetten

Arbeitete früher als Sekretärin. Treibt gerne Sport.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 1981.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Teil unseres Leitungsteams und kümmere mich um unsere Integrative Gruppen im Sozialen Ehrenamt.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Ganz einfach: Unsere tolle Gruppe!

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Gute Planung ;-)

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Das waren eindeutig die vielen Romreisen!

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich möchte Freude teilen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Für die Zukunft wünsche ich vor allem Einigkeit und Toleranz für Jung und Alt.
 

Alexander Kipp (35) von den Maltesern im Kreis Steinfurt

Arbeitet als Bankkaufmann. Er interessiert sich für Wirtschaft, Geschichte, Politik, aber vor allem seine Malteserarbeit.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 2002.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Bei den Maltesern habe ich schon viele Tätigkeiten wahrgenommen – schwerpunktmäßig im Bereich Notfallvorsorge. Ich bin als ausgebildeter Verbandsführer Teil der Gefahrenabwehr im Kreis Steinfurt.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Ich kann mich mit den Zielen der Malteser stark identifizieren und sehe mich so als Teil einer großen und kameradschaftlichen Bewegung.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Das ist wirklich schwer, zumal der Anteil der Pflichtfortbildungen immer weiter zu- und damit der Zeitanteil, der in echte Malteserarbeit investiert werden kann, stetig abnimmt. Man muss seine Zeit schon gut einteilen und auch auf Freizeit verzichten.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz?

Da fallen mir viele ein. Im letzten Jahr hat der Kreis Steinfurt eine Behandlungsplatzbereitschaft 50 zum G-20-Gipfel entsandt. In dem Einsatzzeitraum hatte ich die stellvertretende Verantwortung für insgesamt rund 160 Einsatzkräfte. Die Vorbereitung dieses Einsatzes war natürlich sehr zeitraubend. Bemerkenswert waren aber auch zwei Einsätze in Italien. Im vorletzten Jahr leitete ich eine Gruppe von Einsatzkräften in Rom. Wir haben im Rahmen des Heiligen Jahres 2016 Sanitätsdienst in einigen der wohl beeindruckendsten Kirchen der Christenheit getan.
Bereits einige Jahre zuvor habe ich bei einem Betreuungseinsatz nahe L’Aquila mitgewirkt. Durch ein Erdbeben ist die Region um diese Stadt stark zerstört worden. Viele Menschen mussten ihre Häuser verlassen und wurden so obdachlos. Mehrere Dörfer wurden komplett evakuiert. Unseren Dienst verrichteten wir in einem Lager, in dem die Bewohner eines solchen Dorfes nun lebten: In Zelten auf dem Parkplatz der dortigen Universität.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche mir für uns, dass wir unsere Ziele in Zukunft mit noch mehr Menschen gemeinsam verfolgen. Und ich wünsche mir, dass es uns gelingt, das Ehrenamt in den klaren Mittelpunkt unseres Wirkens zu stellen – mit aller Leidenschaft und allen Unzulänglichkeiten!

 

Christine Löderbusch (32), Ortsbeauftragte der Malteser in Schöppingen

Arbeitet als Erzieherin im Kindergarten. Zu ihren Hobbies zählen Sport, ihr Hund, lesen, Musik/Klavier und ihre zwei Kinder.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin seit über 20 Jahren bei den Maltesern. Angefangen habe ich als Gruppenkind in der Malteser Jugend, dann war ich selbst über 10 Jahre lang Gruppenleiterin. Später war ich auch viel im Katastrophenschutz aktiv.

Beschreiben Sie kurz ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Seit vier Jahren bin ich ehrenamtliche Ortsbeauftragte der Malteser in Schöppingen. Zu meinen Aufgaben gehören das Repräsentieren unseres Verbands, die Öffentlichkeitsarbeit, die Gruppe und den Zusammenhalt zu stärken, den Überblick vor Ort zu behalten, Dienste zu koordinieren, Verwaltung…

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Dass wir ehrenamtlich etwas auf die Beine stellen! Und zwar jeder so, wie er kann und möchte. Deshalb haben wir so viel Freude an unserem Tun!

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Die Aufgabe läuft voll in meinem privaten Leben mit. Während meiner Arbeitszeit bin ich nicht erreichbar, daher fällt vieles für mich auch am Wochenende an. Bei meiner Familie und meinen zwei Kindern muss ich mich da gut organisieren.

Was war Ihr interessantester/ erfolgreichster/ bemerkenswertester/ Einsatz/Erlebnis?

Unser Einsatz beim Schneechaos 2005. Da hat man gesehen, was Zusammenhalt und Gemeinschaft im Einsatz und im täglichen Leben bedeuten.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich bin gerne da, wenn andere Hilfe und Unterstützung brauchen. Gemeinsam mit anderen etwas zu schaffen, ist toll. Und in unserer schnelllebigen Zeit muss es auch Menschen geben, die bereits sind, etwas zu tun, auch wenn sie dafür nicht bezahlt werden.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Viel Freude bei der Arbeit, offene Ohren, wenn man einen Rat und Unterstützung braucht, Gemeinschaft und Spaß am Leben und der Arbeit!

Heinz Quernhorst (68) von den Maltesern in Wesel

Ist seit dreieinhalb Jahren Rentner. Zu seinen Hobbies zählen Sport, Fahrradfahren und ehrenamtliche Aufgaben in der Kirchengemeinde.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 49 Jahren. Angefangen habe ich mit dem Ersatzdienst (10jährige Verpflichtung) – und bin dann mit Begeisterung dabeigeblieben.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

5 Jahre lang war ich Helfer und Materialwart, dann 12 Jahre lang Zugführer. Seit 1985 bin ich zuständig für die Materialbeschaffung, die Instandsetzung, unsere Zelte etc. Als Helfervertreter bin ich Bindeglied zwischen Jung und Alt.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Kameradschaft, der Zusammenhalt und die Ausbildungsmöglichkeiten.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Es ist nicht immer einfach, das alles miteinander zu vereinbaren, besonders wenn man Familie hat. In der sehr aktiven Zeit als Einheitsführer musste die Familie oft zurückstecken. Eine gute Zeiteinteilung ist wichtig. 

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Die Zeit, in der ich 12 Jahre lang Einheitsführer war.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Einmal Malteser, immer Malteser. Durch die tolle Kameradschaft, den Zusammenhalt und den hohen Ausbildungsstand in der Einheit freut man sich immer wieder, in einem vollbesetzten Ausbildungsraum wöchentlich dabei zu sein, mitzuarbeiten und mitzuhelfen.  

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Gesundheit, Glück, Zufriedenheit, Ausdauer, immer einen hohen Ausbildungsstand – und gesunde Heimkehr von den Einsätzen.
 

Ursula Ansorge (78), Stadtbeauftragte der Malteser in Dorsten

Ist Hausfrau, hat drei Kinder und vier Enkel. Sie liebt Musik, Literatur und ihren Garten. Sie wandert und ist gerne mit anderen Menschen zusammen.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 1956. Seit 1990 kümmere ich mich um unsere Auslandshilfe in Rumänien.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Zunächst war ich Helferin und Referentin. Jetzt bin ich Stadtbeauftragte der Dorstener Malteser. Ich war auch viel auf Bundesebene und in verschiedenen Gremien tätig - zum Beispiel im Diözesanvorstand. 1999 habe ich unseren Ambulanten Hospizdienst aufgebaut.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Aufgaben in den Sozialen Diensten, unser Dienst am Nächsten und die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Dass wir auch in Brennpunkte gehen und die Akzeptanz der Menschen vor Ort.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Wir müssen die Wichtigkeit unserer Malteser Arbeit im Auge haben, dürfen dabei aber unsere Persönlichkeit, die Familie und den Beruf nicht aus den Augen verlieren. Dafür sind Abgrenzungen nötig.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

1. Der erste große Sanitätseinsatz 1959 in Trier bei der Heilig-Rock-Wallfahrt. Da sind sich Malteser aus ganz Deutschland begegnet.

2. Unsere Arbeit in Dorsten mit einer tollen, motivierten und alles gebenden Malteser Gruppe. Und das beständig seit über 25 Jahren. Unsere Arbeit wird dabei auf Kreis-, Landes- und Bundesebene gewürdigt.

3. Die Auslandshilfe und der Aufbau einer Malteser Struktur in Baia Mare (Rumänien). In ein Land zu kommen, welches von Diktatur gebeutelt war, führte uns den Begriff „Armut“ vor Augen.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich bin als Kind mit sieben Geschwistern in einem sozial geprägten Elternhaus aufgewachsen. Dem anderen zu helfen, dieses Gefühl war immer da. Die Geschichte der Malteser hat mich schon als Jugendliche begeistert und motiviert mich bis heute. Als Katholikin gibt mir der Glaube die Kraft, vieles zu schaffen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Meine Gedanken sind stark auf die Zukunft ausgerichtet, denn der Leitsatz der Malteser verliert hier und da an Wertigkeit und Umsetzung. Unsere Jugend vor Ort gibt mir Hoffnung für die nächsten 65 Jahre.

Isabell Voß (20) von den Maltesern in Kalkar

Spielt gerne Tennis und engagiert sich vor allem in der Malteser Jugend bei den Maltesern. Hat nach ihrem einen Bundesfreiwilligendienst gemacht und ist jetzt Auszubildende zur Heilerziehungspflegerin.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin seit Juni 2013 bei den Maltesern im Stadtverband Kalkar tätig.

Beschreiben sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern.

Ich bin Gruppenleiterin in der Jugend und helfe bei den Erwachsenen als Einsatzsanitäterin bei einigen Sanitätsdiensten mit.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Bei den Maltesern gefällt mir am besten die Gemeinschaft. Beispielsweise bei diversen Lagern, die Kontakte und Freundschaften in andere Stadtverbände entstehen lassen. Innerhalb vom Stadtverband ist es der Zusammenhalt, den man spürt, denn wir haben schon so manche Tiefpunkte, wie auch Höhepunkte, zusammen durchlebt.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Mein Ehrenamt und meinen Beruf unter einen Hut zu bekommen ist zum Glück nicht sehr schwer. Malteser Dienstabende oder Gruppenstunden sind immer abends, wenn ich nicht arbeiten muss. Andere Veranstaltungen sind oftmals am Wochenende, an denen ich auch immer frei habe.

Was war Ihr interessantester/ erfolgreichster/ bemerkenswertester Einsatz/ Erlebnis?

In der Jugend sind dies eindeutig die verschieden Lager. Was dort alles auf die Beine gestellt wird, um den Kindern und Jugendlichen ein paar schöne Tage zu machen, finde ich echt super! Im Sanitätsdienst war es der Einsatz beim Haldern Pop Festival, wo ich mal einen guten Eindruck bekommen habe, wie es dort abläuft und wie viele Helfer dort benötigt werden, um bei Wind und Wetter zu helfen.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich verstehe mich mit den Leuten in meinem Stadtverband so gut und wenn ich gehen würde, würde ich sie alle so selten sehen. Außerdem macht es mir großen Spaß, anderen Menschen zu helfen und bei Sanitätsdiensten kann ich genau das machen. In der Jugend liegt meine Motivation darin, Kindern etwas beizubringen, zusammen Spaß zu haben und etwas zu erleben.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern, dass sie mehr Leute davon überzeugen können, sich zu engagieren und somit anderen Menschen zu helfen. Außerdem, dass unsere Arbeit mehr von den Mitmenschen geschätzt wird.

Philipp Johannes Lück (38), Leiter Rettungsdienst

Spielt Tennis und reist gerne.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit Juni 2008.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Für die Malteser koordiniere ich in der Diözese Münster den hauptamtlichen Rettungsdienst und Krankentransport. Im Rahmen des Qualitätsmanagements auditiere ich Standorte im gesamten Bundesgebiet.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Bei den Maltesern wird nicht nur auf die Qualifikation, sondern vor allem auch auf den Menschen geschaut. Die Fähigkeiten unserer Helfer und Mitarbeiter werden gezielt mit eigenen Weiterbildungsprogrammen gefördert und ausgebaut.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Als ich Ende 2015 von der Diözese Essen nach Münster gewechselt habe und die hiermit zusammenhängende Chance bekam, den von mir geleiteten Fachbereich umzustrukturieren, neu auszurichten und weiter auszubauen.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern?

Weil wir uns bundesweit als Gemeinschaft verstehen und aus den Erfahrungswerten anderer Standorte lernen können.

Was ist Ihre Motivation?

Meine Mitarbeiter.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass wir es schaffen, die Bedeutsamkeit unserer facettenreichen Tätigkeit unseren Mitgliedern, Förderern und der breiten Öffentlichkeit mitzuteilen, um weiterhin die notwendige Unterstützung zu erfahren.

Carolin Gramke (16) von den Maltesern in Bocholt

Sie ist Schülerin auf dem Weg zum Abitur. Sie spielt gerne Volleyball und Badminton.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin seit 4 Jahren ehrenamtlich bei den Maltesern aktiv. Ich arbeite in der Leitung der Jugendgruppe mit, unterstütze die Küchenmannschaft und bin neu im Sanitätszug der Einsatzeinheit.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Besonders in der Jugend lerne ich neue Freunde kennen. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Ich werde bei den Maltesern so angenommen wie ich bin!

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Naja Schule... Ich sage mal Zeitmanagement - und sicher auch mal Freunden absagen...

Was war Ihr interessantestes und bemerkenswertestes Erlebnis?

Sicher ist da die Fahrt mit den Kindern nach Ameland zu nennen. Es war schon toll zu sehen, wie man die Kinder auf der Fahrt (auch für die Malteser) begeistern konnte. Aber auch die Diözesanübung in Weeze fand ich toll.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Es macht Spaß, ich lerne viel dazu und es fühlt sich sinnvoll an.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass sich immer ausreichend viele Menschen bei den Maltesern ehrenamtlich engagieren wollen. Ich kann das nur empfehlen ;-)

Dr. Frank Marx (58), Diözesanarzt bei den Maltesern im Bistum Münster

Ist von Beruf Facharzt für Anästhesiologie. Neben seiner Maltesertätigkeit engagiert er sich in der evangelischen Kirche, geht joggen und liebt Musik.

Wie lange sind sie bereits bei den Maltesern tätig?

Im Februar 1973 trat ich in den Malteser Hilfsdienst ein, das heißt, ich bin also seit 45 Jahren in unserem Verband aktiv. Mit Höhen und Tiefen einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Aber mit mehr Höhen.

Beschreiben Sie kurz ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern.

Als Diözesanarzt bin ich für die medizinische Arbeit im Verband in unserem Bistum zuständig. Ich besuche Orts- und Stadtverbände, nehme an größeren Einsätzen teil, berate die Diözesanleitung und bin Teil des Diözesanvorstandes. Ich kann die medizinische Arbeit der Malteser aktiv mitgestalten und werde dabei von den Ärztinnen und Ärzten aus den Gliederungen unterstützt – und ich unterstütze deren Arbeit.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Mir gefällt am besten, dass mein Engagement ankommt. Bei Patienten genauso wie bei den Maltesern. Wir sind füreinander da und jeder beschenkt jeden mit seinen Ideen und seiner Begeisterung. Und bei mancher Frustration, die immer wieder mal kommt, holen wir uns gegenseitig aus dem Tief heraus. Und Frustrationen gehören zu den Maltesern genauso wie allgemein zum Leben.
Nebenbei: In den dunklen Stunden meines Lebens waren Malteser als Freunde bei mir. Das hat mir gutgetan und bedeutet mir sehr viel.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Ich muss viel Auto fahren, um mich mit den Verantwortlichen im Bistum zu treffen. Das muss gut koordiniert werden, denn ich arbeite ja nicht hauptberuflich bei den Maltesern und muss auch noch Zeit für meine Familie haben. Aber es klappt. Auch, weil meine anderen Malteserkolleginnen und – kollegen Rücksicht nehmen und wir gemeinsam viele Termine gut abstimmen können. Zum Beispiel mittels einer „Doodle-Abfrage“. Anders geht es heutzutage beinahe nicht mehr.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz oder Erlebnis?

Das kann ich nicht eindeutig sagen: Als Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes waren mir die Malteser bei der Loveparade 2010 in Duisburg ganz nah. Ich war in Indien, im Iran, im Sudan, in Angola, im Kongo, in den USA, in Namibia, in Nepal und anderswo im Einsatz. All das hat mir viel gegeben und ich konnte auch viel geben. Die Teilnahme an der Romwallfahrt war mir wichtig. Vor allem aber sind mir die Ausbildungen und Einsätze als Malteserarzt in meiner Heimatstadt Wesel wichtig. Hier kann ich viel geben und bekomme auch Rückmeldungen, ob das ankommt, was ich vermitteln will. So spektakulär manche Einsätze sein mögen, so wichtig ist mir der Zusammenhalt auf örtlicher Ebene und damit meine ich auch die Ebene der Diözese.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Die Zusammenarbeit mit anderen ist mir wichtig. Mein Wissen weitergeben zu können und meine Werte weitervermitteln zu können, gibt mir viel. Ich erfahre, dass ich von Patienten und Maltesern gebraucht werde und ich brauche ihre Rückmeldung, ob ich auf dem richtigen Weg bin, oder ob ich mich „verfahren“ habe. Manchmal komme ich gerade durch Kritik auf den richtigen Weg zurück. Ich habe den Maltesern in meinem Leben viel zu verdanken – und sie mir, das weiß ich auch. Und so ist das Leben der Malteser mit meinem Leben verschweißt.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern, dass sie genügend Menschen finden, die sich bei ihnen engagieren. Weil es sich lohnt. Für sich selbst, aber vor allem für andere. Ich wünsche mir, dass die Notfallvorsorge – mein Spezialgebiet – nicht vernachlässigt wird und dass andere Bereiche, wie die soziale Arbeit und die Arbeit mit jungen und mit ganz alten Menschen nicht vergessen wird. Und ich wünsche mir die Weiterentwicklung der Ökumene in unserem Verband, denn Christus war weder evangelisch, noch katholisch. Und es ist mir wichtig, dass wir alle zu ihm gehören und ihm folgen – in Geschwisterlichkeit.

Maria Elbers (66), Demenzbegleiterin im Café Malta in Münster

Ist eigentlich Rentnerin, arbeitet gelegentlich als Immobilienkauffrau.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit Oktober letzten Jahres.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Im Sozialen Ehrenamt betreue ich einsame und demenziell veränderte Menschen. Wir gehen dann gemeinsam spazieren oder ich lese etwas vor. Wir gehen gemeinsam einkaufen und führen nette Gespräche. Ich helfe auch im Café Malta. Hier betreuen wir Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Das nette Team, die soziale Tätigkeit und die Unterstützung meiner Kolleginnen. Es ist großartig im Sinn der Nächstenliebe Teil eines „großen Ganzen“ zu sein.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Da ich mittlerweile Rentnerin bin, lässt sich das gut managen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Wenn ich die Not der älteren Menschen spüre und für sie da sein kann. Es tut gut, Anerkennung für meine Tätigkeit zu bekommen.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich möchte für andere Menschen da sein und ihnen Nähe zeigen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern im Bistum Münster viele engagierte Helfer und auch finanzielle Unterstützung, da Hilfe auch immer Geld kostet.

Annemarie Possberg (81) von den Maltesern in Dorsten

Die Rentnerin liebt Gartenarbeit und Konzertbesuche. In ihrer Freizeit reist sie gerne und treibt Sport.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich erinnere mich noch genau. Am 21. Juni 1989 habe ich meine Ausbildung zur Schwesternhelferin bei den Maltesern abgeschlossen und bin seitdem dabei.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich helfe bei unserem monatlichen Rollstuhlfahrer-Treff und betreue ältere Menschen bei Veranstaltungen im Ort wie zum Beispiel beim Lichterfest. Auch in der Rumänien-Hilfe engagiere ich mich.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Am besten gefällt mir der Zusammenhalt bei den Maltesern! Wir treffen uns auch oft privat, zum Beispiel an Geburtstagen oder bei anderen Feiern.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Ich habe im Rentenalter Zeit und bin da, wenn ich gebraucht werden.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Meine interessantesten Einsätze waren die Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier (2012), unsere Hilfe in Köln nach dem Einsturz des Stadtarchivs (2009) und unsere Hilfe für Menschen mit Behinderungen beim vorweihnachtlichen Konzert in der Halle Münsterland.
Mein schönstes Erlebnis war im Jahr 2003 unsere gemeinsame Reise nach Malta, auf den Spuren unserer Wurzeln.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Viele unsere Helfer sind Vorbilder für mich. Unsere Beauftragte Ursula Ansorge hat uns alle auf einen guten Weg gebracht, damit wir nicht aufgeben und fast immer eine gute Lösung finden.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern für die Zukunft, dass weiterhin viele Helfer und Mitarbeiter dabeibleiben und vor allem die Jugend die Dienste weiter vorantreibt. Die Malteser haben mir in schweren Tagen Gottvertrauen und Zuversicht gegeben.

Ralf Zobel (54) aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung in Rees

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin bei den Maltesern seit Januar 2014 beschäftigt.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Zurzeit bin ich in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Haldern als Betreuer beschäftigt. Mein Arbeitsschwerpunkt liegt dabei darauf, den Flüchtlingen bei alltäglichen Dingen zu helfen und sie bei der Zusammenarbeit mit Behörden zu unterstützen. Des Weiteren bin ich für die Lagerhaltung in der Einrichtung verantwortlich.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Am besten an meiner Arbeit bei den Maltesern gefällt mir, dass ich mit einem großen Freiraum ausgestattet anderen, sich in Not befindlichen Menschen, unterstützend zur Seite stehen kann.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Das war der erste Transfer von Flüchtlingen in eine Kommune. Obwohl die Menschen natürlich - wie wir Betreuer auch - glücklich über diesen Schritt waren, war der Abschied doch sehr emotional und bewegend.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich arbeite gerne bei den Maltesern, weil es mir hier möglich ist, mich in einer großen Vielfältigkeit zu verwirklichen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern, vor allem im Bistum Münster, für die nächsten 65 Jahre, dass der Geist der Hilfsbereitschaft erhalten bleibt und es gelingt, die notwendigen, der Zeit geschuldeten Veränderungen so von statten gehen zu lassen, dass sie harmonisch in diesen Geist eingebunden werden können.

Kim Szafranek (21) von der Malteser Jugend in Dorsten

Macht zurzeit ein FSJ und beginnt bald eine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. In ihrer Freizeit ist sie viel mit den Maltesern unterwegs, fährt Einrad-Rennen und spielt Einrad-Hockey.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit Anfang 2012, ich habe damals im Schulsanitätsdienst (SSD) angefangen.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Gruppenleiterin und plane die Jugendgruppenstunden bei uns in Dorsten. Dazu kommuniziere ich viel mit der Diözesanebene, repräsentiere die Jugend im Erwachsenenverband, kümmere mich um Anmeldungen zu Aktionen und helfe bei Betreuungseinsätzen als Ersthelferin.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Ich habe das erste Mal das Gefühl, Gleichgesinnte gefunden zu haben, die eine ähnliche Sicht auf die Dinge haben.  Daraus sind gute Freundschaften entstanden und ich fühle mich akzeptiert und ernstgenommen - so wie ich bin und denke.
Dazu interessiere ich mich sehr für Erste Hilfe und habe bei den Maltesern die Möglichkeit, die Arbeit mit Kindern und meine Erste-Hilfe-Tätigkeit zu verbinden.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Ehrenamt und Beruf bringe ich vor allem durch meinen Willen unter einen Hut. Ohne diese Motivation würde ich das sicher nicht schaffen. Dazu versuche ich, mir meine Zeit gut einzuteilen, auch mal abzuschalten und Prioritäten für Termine zu setzen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Eine schwere Frage… ein wirklich schönes Erlebnis war meine erste Gruppenleiterfortbildung in Haltern. Ich war das erste Mal außerhalb meiner eigenen Ortsgliederung aktiv, wurde direkt gut aufgenommen und fühlte mich als Teil der Gruppe. Dazu konnte ich viel von und mit Gruppenleitern aus anderen Gliederungen lernen.
Neben meinem ersten Bundesjugendlager fällt mir zusätzlich die Fahrt zu unserer Partnergruppe nach Rumänien ein. Wir haben einen guten Einblick in den rumänischen Alltag bekommen und konnten mit eigenen Augen sehen, was die Arbeit der Malteser in Deutschland in Rumänien bewirkt hat.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Die Malteser haben mich genau im richtigen Alter - nach Realschule und SSD - abgeholt. Ich werde ernst genommen und habe in meiner Arbeit keine engen Grenzen. Ich kann selbst entscheiden, wie ich mich einbringe. Außerdem ist es ein guter Ausgleich zum normalen Beruf und viel Spaß haben wir meistens auch!

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche uns, dass wir mit der Zeit gehen und trotzdem unsere Wurzeln im christlichen Glauben weiterhin als wichtig wahrnehmen. Außerdem wünsche ich mir mehr Transparenz, damit weniger Missverständnisse entstehen.

Edgar Christians (47) von den Maltesern in Telgte

Ist Laborant in der chemischen Industrie, kocht gerne und spielt Gitarre. In seiner Freizeit erstellt er gerne Arbeitshilfen und geht geocachen.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 1986.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Mitglied unserer Betreuungsgruppe. Dort komme ich als Betreuungsfachhelfer zum Einsatz. Ich bin auch oft Fahrer unseres großen LKWs bei Hilfstransporten.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Am besten gefällt mir die gute Kameradschaft, woraus auch Freundschaften entstehen. Und darüber hinaus der Dank und die Anerkennung der Personen, denen wir helfen.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Alle haben Verständnis, wenn man auch mal keine Zeit für die Aufgaben im Ehrenamt hat. Bei längeren und größeren Einsätzen opfern wir aber gegebenenfalls auch mal unseren Urlaub.

Was war Ihr interessantestes und bemerkenswertestes Erlebnis?

Wenn man den Zusammenhalt der verschiedensten Organisationen untereinander spürt. Zum Beispiel bei Großschadenlagen wie der Hochwasserkatastrophe in Sachsen Anhalt.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich möchte helfen und unterstützen, um die Not etwas zu lindern.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Das Ehrenamt zu fördern und auch wirtschaftlich zu stärken, damit die Aktivitäten vor Ort weiterhin bezahlt werden können.

Cathleen Niewiadomski (20), Auszubildende bei den Maltesern in Recklinghausen

Sie ist Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement. Sie liebt Sport und ihr ist es wichtig, allgemein immer in Bewegung bleiben.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit etwas über 1 ½ Jahren.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Bei den Maltesern habe ich im August 2016 als FSJlerin im Bereich der Erste-Hilfe-Ausbildung angefangen, wo es meine Hauptaufgabe war, selbstständig Erste-Hilfe-Kurse vor- und nachzubereiten und natürlich auch durchzuführen. Seit August 2017 mache ich bei den Maltesern meine Ausbildung unter der Leitung von unserem Diözesanausbildungsreferenten Ralf Walbaum und unterstütze ihn in seinen Aufgaben. Hauptsächlich plane ich die Erste-Hilfe-Kurse in Zusammenarbeit mit den Firmen und unseren Ausbildern. Auch kümmere ich mich um die Organisation der sozialpflegerischen Ausbildung.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am Besten?

Der respektvolle und familiäre Umgang innerhalb meines Teams.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Eigentlich war meine bisherige Zeit bei den Maltesern insgesamt sehr bemerkenswert. Es ist immer wieder erstaunlich für mich, was alles in mir selber und in anderen Menschen steckt, und was man alles zusammen erreichen kann.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich arbeite gerne bei den Maltesern, weil ich dort viele Möglichkeiten habe, mich einzubringen und mich weiterzubilden.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern im Bistum Münster noch viele weitere erfolgreiche Jahre.

Klemens Vlaswinkel (76) von den Maltesern in Borken

Ist Berufsschullehrer in Rente. Seine Hobbies sind Sport, wandern und mit den Enkelkindern spielen. 

Wie lange sind Sie schon aktiv bei den Maltesern?

Seit 1962.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich hatte viele aktive ehrenamtliche Tätigkeiten bei den Maltesern. Unter anderem als Gruppenleiter, Bereitschaftsführer, in der Sanitätsbereitschaft im Vietnamkader (1964/65), ich bin Mitbegründer der Malteser Jugend, war Jugendreferent, kümmerte mich um die Organisation und Durchführung von Hilfstransporten nach der Tschernobyl-Katastrophe von 1986 – 2001. Dreimal jährlich während der Ferien sind wir nach Osteuropa, also nach Weißrussland, in die Ukraine und nach Polen gefahren. Außerdem habe ich mich um die Organisation von Erholungsfreizeiten und die Vermittlung von Au-Pair-Stellen für Kinder und Jugendliche aus Belarus im Kreis Borken gekümmert.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Der weltweite unermüdliche Einsatz in humanitären Bereichen.

Wie haben Sie es geschafft, Ehrenamt und Beruf unter einen Hut zu bringen?

Durch die Freude, helfen zu dürfen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz?

Bei der Sturmflutkatastrophe von Hamburg im Frühjahr 1962 war ich als Helfer und Funker im Rettungseinsatz. Im Jahr 1990 war ich mit der Malteser Jugend beim Katholikentag in Berlin im Einsatz. In den Tagen unseres Berlinaufenthaltes haben wir uns mit unseren Jugendlichen als “Mauerspechte” betätigen können und haben in diesem “Rahmen” auch Ostberlin erkundet.

Wieso engagieren Sie sich für die Malteser? Was ist Ihre Motivation?

Durch den vorgenannten Einsatz wurde mir bewusst, wie wichtig und erfüllend die uneigennützige Tätigkeit als Helfer ist.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Freude am Helfen!

Sonja El-Sayed Mohamad Dib (21) von den Maltesern in Münster

Ist Erzieherin im Anerkennungsjahr. Zu ihren Hobbies zählen Kung Fu, Sport im Allgemeinen und Gitarre spielen.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit Oktober 2017.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich lasse mich als Einsatzsanitäterin bzw. im Weiteren als Rettungshelferin ausbilden und nehme an Sanitätsdiensten teil. Zum Beispiel in der Halle Münsterland oder bei anderen Veranstaltungen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Gemeinschaft, das Teamwork und die Hilfsbereitschaft und Offenheit untereinander.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Unter der Woche arbeite ich Vollzeit, deswegen nehme ich größtenteils an Diensten teil, die am Wochenende stattfinden. Ich wäge ab, wie oft und wann ich monatlich ehrenamtlich aktiv sein kann. Ehrenamtliches Engagement ist wie ein Hobby für mich. Nach der Arbeit kann ich dem nachgehen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Mein erster San-Dienst  beim Trailerpark in der Halle Münsterland. Das war für mich sehr interessant, da ich die Abläufe, die Planung und Durchführung zum ersten Mal erlebt habe.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Die Malteser sind eine engagierte und hilfsbereite Organisation. Ich möchte gerne daran teilhaben. Später möchte ich im medizinischen Bereich arbeiten. Die Ausbildung zum Einsatzsanitäter bzw. Rettungshelfer und die San-Dienste geben mir die Möglichkeit, im medizinischen Bereich aktiv zu sein. Außerdem möchte ich hilfsbedürftigen Menschen zur Seite stehen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern für die nächsten 65 Jahre eine fortbestehende Kooperation mit ihren Partnern, so dass die Malteser weiter wachsen können. Ich wünsche ihnen, dass sich weitere Kinder und Jugendliche finden, die bei den Maltesern aktiv werden möchten. Und natürlich viel Gesundheit und die nötige Energie für weitere erfolgreiche Dienste.

Mark Holtmann (26) von den Maltesern in Kevelaer

Arbeitet als Rettungsassistent im Kreis Viersen. In seiner Freizeit engagiert er sich zudem bei der Feuerwehr, geht angeln und treibt Sport.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin schon seit  11 Jahren aktiv bei den Maltesern in Kevelaer.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich kümmere mich in unserer Gliederung um die Planung und Durchführung von Sanitätsdiensten bei verschiedensten Veranstaltungen. Ich nehme natürlich auch selber an einigen Diensten teil.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Neben dem Spaß an der Arbeit, den ich ja schon durch meinen Hauptberuf mitbringe, gefällt mir die gut funktionierende Gemeinschaft in unserer Gliederung.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Durch den Schichtdienst, den wir im Rettungsdienst haben, kann ich mir meine Freizeit gut einteilen. Man darf aber trotzdem nicht Familie und Freunde außer Acht lassen, die wollen ja schließlich auch Zeit mit mir verbringen.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Ein sehr interessantes Erlebnis war für mich eine dreitägige Übung mit mehreren internationalen Katastrophenhilfe-Organisationen auf dem Gelände der Training Base Weeze. Dort wurden realistische Szenarien aus Katastrophengebieten dargestellt, bei denen wir mit Engländern, Polen und Schweden zusammen gearbeitet haben.

Einen sehr interessanten Dienst hatte ich bei einem 4- tägigen Festival in der Schweiz, zu welchem ich mit einem Kollegen gefahren bin.
Das Interessante dabei war, dass wir zu dem höchstqualifizierten nichtärztlichen Personal gehörten und komplett eigenständig arbeiten und therapieren durften. Die anwesenden Ärzte schauten uns dabei gelegentlich über die Schulter und gaben uns Tipps. Der Kontakt mit Patienten und Kollegen verschiedenster Nationalitäten war teils etwas schwierig, hat aber sehr viel Spaß gemacht.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich engagiere mich immer noch ehrenamtlich bei den Maltesern, da ich durch sie meinen Traumberuf gefunden habe und damit was zurückgeben kann.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre viel Spaß und Motivation bei ihrer Arbeit, die Unterstützung von Kirche und Bevölkerung und einen starken Nachwuchs, der auch in Zukunft die vielfältigen Aufgaben der Malteser übernimmt.

Petra Bahr-Rüschkamp (52), leitende Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes der Malteser am Niederrhein (Goch/Uedem/Kalkar-Xanten-Sonsbeck)

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin im Frühling 2015 aus Norddeutschland zu den Maltesern an den Niederrhein gekommen.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich schule, koordiniere und unterstütze, gemeinsam mit 4 Kolleginnen, eine Gruppe von 60 Ehrenamtlichen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene begleiten, die von Sterben, Tod und Trauer betroffen sind.
Wir Koordinatorinnen informieren in betroffenen Familien, Institutionen (z.B. Schulen und Kindergärten) und in der Öffentlichkeit über die Möglichkeit der Unterstützung durch unseren Hospizdienst und bemühen uns weitere Menschen für das ehrenamtliche Engagement zu gewinnen. Mit anderen Malteser Diensten und den Akteuren des Palliativen Versorgungssystems arbeiten wir in Netzwerken eng zusammen.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Mir gefällt der hohe Qualitätsanspruch im Fachbereich HoPaTra, der meinem Selbstverständnis von „guter Arbeit“ entspricht. Dazu gefällt mir das Prinzip der Partizipation, das mir durch Mitarbeiterbefragung, Quartalsgespräche und Führungskräfterunden die Möglichkeit gibt, nicht nur meinen Arbeitsbereich, sondern auch meine Organisation aktiv zu gestalten.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Ende letzten Jahres habe ich die Begleitung eines Sterbenden in einer spirituellen Männerwohngemeinschaft koordiniert. Die Biografie des Betroffenen und die Gespräche mit den Bewohnern der Gemeinschaft haben mich sehr beeindruckt.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Das Malteserwappen symbolisiert mit seinen 8 Spitzen die Seligpreisungen der Bergpredigt. Als ich mich 2015 für eine neue Organisation als Arbeitgeber entschieden habe, war diese Symbolik tatsächlich ausschlaggebend. Inzwischen bin ich fast 3 Jahre in unserer Organisation und habe erfahren dürfen, dass Symbole und Leitbilder bei den Maltesern auch handlungsleitend sind.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Kontinuierlich nachwachsende, motivierte, kreative und innovative ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter/innen. 

Mariella Segin-Riep (22) von den Maltesern in Münster

Ist Erzieherin im Anerkennungsjahr. Ihre Hobbies sind Motorrad fahren und lesen.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin erst seit letztem Jahr bei den Maltesern tätig.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin in der Einsatzeinheit vom Katastrophenschutz und mache für die Malteserehrenamtlich Sanitätsdienste.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Bei den Maltesern gefällt mir am besten, dass der Zusammenhalt untereinander und auch Freundschaft eine große Rolle spielen. Somit habe ich mich schnell aufgenommen und wohl gefühlt.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Meistens bleibt für das Ehrenamt nur am Wochenende Zeit, da unter der Woche beides zusammen zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Aber da mir das Ehrenamt viel Spaß macht, stört es mich gar nicht, auch mal am Wochenende zu arbeiten.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Mein erster Sanitätsdienst hat mir großen Spaß gemacht! Wir waren in der Halle Münsterland und vorher war ich richtig aufgeregt, was auf mich zukommen würde.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich möchte gerne Menschen helfen, die Hilfe brauchen. Sei das im Sanitätsdienst, bei einem Katastrophenschutzeinsatz oder auch im Alltag. Ich finde es wichtig, dass wir füreinander da sind - ob es eine Wundversorgung ist oder nur seelischer Beistand. Durch meine Ausbildung bei den Maltesern werde ich auf solche Situationen vorbereitet und mir wird gezeigt, wie ich am besten helfen kann.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche den Maltesern, dass es weiterhin viele tatkräftige Ehrenamtliche gibt, die die Malteser unterstützen und dazu beitragen, dass es eine tolle Gemeinschaft gibt, die den Grundstein für eine gute Zusammenarbeit legt.

Katharina Nischik (22) von der Malteser Jugend in Emsdetten

Ist von Beruf Hebamme. Sie liebt Musik, Yoga und Sport und näht gerne.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit 2009. Also mittlerweile 9 Jahre.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Jugendgruppenleiterin in Emsdetten und Jugendvertreterin im Bundesjugendführungskreis.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Die Zeit mit meiner Jugendgruppe, besonders wenn wir im Lager sind. Dort trifft man dann nicht nur Leute aus seiner Ortsgliederung, sondern aus der ganze Diözese.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Als Schülerin konnte ich bei allem mitmachen, aber jetzt sind manche Wochenenden oder Veranstaltungen unter der Woche leider nicht mehr möglich.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Zu sehen wie meine ehemals kleinen 10jährigen Gruppenkinder jetzt selbst als Gruppenleiter*innen und Teamer*innen das Lager mitgestalten.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Wir haben tolle Leute, eine gute Kinder- und Jugendarbeit und vernetzen uns untereinander.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Macht weiter so! Viel Freude, Erfolg, Glück und Motivation für die nächsten 65 Jahre.

Annette Loddenkötter (67) von den Maltesern in Telgte

Ist Rentnerin. Ihre Hobbies sind lesen, Rad fahren, Sport und backen.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit Oktober 1968 bin ich bei den Maltesern in Telgte tätig.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich bin Helferin in der Betreuungsgruppe und war von 2007 -2014 Leiterin unseres Besuchs- und Begleitdienstes (BBD).

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Am besten gefällt mir die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit bei verschiedenen Veranstaltungen und Anlässen.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Mittlerweile bin ich in Rente. Da ist das kein Problem mehr.

Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

Am interessantesten und bemerkenswerten fand ich die Romwallfahrten für Menschen mit Behinderungen.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Es motiviert mich, anderen Menschen zu helfen und die Freude der zu betreuenden Personen zu sehen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Sich weiter für andere einzusetzen, sich gut in der Öffentlichkeit darzustellen, um immer genug motivierte aktive Helfer zu haben.

Benjamin Salewski (28), Praktikant im Malteser Jugendreferat der Diözesangeschäftsstelle Münster

Seine Passion ist die Jugendarbeit in den verschiedensten Bereichen, er liebt Fußball und American Football.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?

Seit November 2017.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Als Praktikant bin ich bei der Malteser Jugend und im sozialen Ehrenamt unterwegs. In der Jugend begleite ich unsere Diözesanjugendreferentin Annalena Witte zu verschiedenen Terminen, wie die Vorbereitungstreffen für Ferienlager, Treffen mit Referenten anderer Diözesen, oder auch zum Neujahrsempfang der Malteser Jugend in Kevelaer. Im Büro unterstütze ich sie unter anderem bei der Organisation der Ameland-Herbstfreizeit und bereite einen Workshop für die Gruppenleiterfortbildung vor. Im sozialen Ehrenamt beschäftige ich mich vor allem mit dem Café Malta - ein Treffpunkt für Menschen mit Demenz und deren Angehörige -, welches zu meinem festen Wochenprogramm gehört. Darüber hinaus begleite ich auch hier Diözesanreferentin Ruth Schräder zu verschiedenen Treffen, z.B. in der Hospizarbeit und arbeite an der Gestaltung des Gottesdienstes für den BBD-Tag mit.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Am besten gefällt mir an der Arbeit bei den Maltesern, dass diese so vielfältig ist. Ich habe mit den verschiedensten Menschen und den verschiedensten Aufgaben zu tun und komme viel herum.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Bei der Malteser Jugend fällt mir zuerst der Besuch des Neujahrsempfangs in Kevelaer und das Treffen mit den Jugendreferenten in Aachen ein, im sozialen Ehrenamt denke ich besonders an den Besuch der Krippe im Clemenshospital mit dem Café Malta.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern?

Als Student des Studiengangs Christentum in Kultur und Gesellschaft war es mir wichtig, eine Praktikumsstelle mit Bezug zum Glauben zu finden. Es ist spannend zu sehen, wie der Glaube bei den Maltesern auf verschiedenste Weise zum Vorschein tritt.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Dass die Malteser auch weiterhin für Menschen aus allen Generationen und Schichten auf vielfältige Weise da sind.

Rudi Winter (79) von den Maltesern in Bocholt

Ist mittlerweile Rentner. Neben den Maltesern sind seine Hobbies Radfahren und Karate. 

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich bin seit dem Jahr 2000 ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern. Und zwar in unserer Küchenmannschaft und als Fahrzeugverantwortlicher.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am Besten?

Die Gemeinschaft - und das Arbeiten an einer gemeinsamen Sache.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Früher habe ich meinen Urlaub genutzt. Heute ist das einfacher geworden ;-)

Was war Ihr interessantestes und bemerkenswertestes Erlebnis?

Meine interessantesten Einsätze waren die Auslandseinsätze in Russland, Polen und Rumänien. Viel Freude hatte ich auch im Malteser Menüservice, also Essen auf Rädern. Dieses Engagement haben wir leider eingestellt.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich möchte helfen. Dort, wo es nötig ist.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche weiterhin eine gute Zusammenarbeit und beste Gesundheit für alle im Team!

Ralf Walbaum (48), Diözesanausbildungsreferent bei den Maltesern im Bistum Münster

Liest und reist gerne.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich arbeite seit 1991 hauptamtlich für die Malteser, also nun 27 Jahre. Rechnet man meinen Zivildienst dazu, den ich auch bei den Maltesern in der Ausbildung absolviert habe, sind es sogar schon 29 Jahre.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern?

Ich unterstütze die Malteser Gliederungen in allen Fragen der Breitenausbildung und der sozialpflegerischen Ausbildungen. Und ich bin die Schnittstelle zur Regionalgeschäftsstelle und zur Bundesebene.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

Es ist immer wieder aufregend zu sehen, wie engagiert sich unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter auf Neuerungen und Veränderungen einstellen, die sich aufgrund von externen Anforderungen bei uns oftmals ergeben.

Was war Ihr interessantestes/erfolgreichstes/bemerkenswertestes Erlebnis?

Mein aufregendstes Erlebnis war ganz sicher, als ich zur Zeit des Jugoslawienkrieges für die Malteser in die Krisenregion fahren durfte, um dort Menschen „herauszuholen“, die dem Krieg entfliehen mussten.

Wieso arbeiten Sie gerne bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Ich arbeite bei den Maltesern, weil es immer wieder neu ist und es trotz der Professionalität, die an den Tag gelegt wird, auch immer familiär bleibt.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich gratuliere den Maltesern ganz herzlich zum 65. Geburtstag und wünsche ihnen für die nächsten 65 Jahre, dass der Mut zur Veränderung nie ausgeht.

Hedwig Eckhoff (72) von den Maltesern in Drensteinfurt

Ist mittlerweile Rentnerin, arbeitete früher als Buchhalterin.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Ich habe 1971 den Stadtbeauftragten der Malteser in Drensteinfurt geheiratet und, wie ich immer sage, so auch den MHD mit geheiratet. Aber selber ehrenamtlich aktiv bin ich eigentlich seit 1980, wo ich den ersten Schwesternhelferinnenkurs in Drensteinfurt organisiert und geleitet habe.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Früher habe ich hauptsächlich Schwesternhelferinnenkurse organisiert und geleitet. Heute bin ich in der Kleiderkammer und im Besuchs- und Betreuungsdienst aktiv, wo wir in Drensteinfurt demenziell veränderte Menschen und pflegende Angehörige betreuen. Außerdem begleite ich Senioren, kranke Personen und Menschen mit Behinderungen auf Wallfahrten und bei Ferienfreizeiten.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am Besten?

Ich habe eine sinnvolle Aufgabe. Ich kann Menschen mit Behinderungen und demenziell veränderten Menschen helfen. Das macht mir Spaß. Außerdem haben wir eine gute Gemeinschaft.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Als Rentnerin ist das heute kein Problem. Früher habe ich mir die Zeit fürs Ehrenamt genommen, weil mir meine Aufgabe bei den Maltesern schon immer sehr wichtig war.

Was war Ihr interessantestes und bemerkenswertestes Erlebnis?

Meine bemerkenswertesten Einsätze waren die Romwallfahrten mit behinderten Menschen.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Wir leisten viel bei den Maltesern mit unserer ehrenamtlichen Arbeit und so erlebt man auch viel. Man lernt stets viel Neues kennen.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche eine gute Zusammenarbeit und eine gute Kameradschaft.

Florentine Hofmann (21) von den Maltesern in Wesel

Macht derzeit ein duales Studium beim Zoll. In ihrer Freizeit geht sie joggen und liest gerne.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

Als Kind war ich in der Malteser Jugend. Nachdem ich eine Weile nicht mehr aktiv war, bin ich 2014 durch den Schulsanitätsdienst wieder zu den Maltesern gekommen. Seitdem bin ich im Katastrophenschutz tätig.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

Hauptsächlich mache ich Sanitätsdienste. Ich bin als Rettungshelferin ausgebildet und möchte nächstes Jahr die Ausbildung zur Rettungssanitäterin machen, um noch besser für Sanitätseinsätze ausgebildet zu sein. Bei Betreuungseinsätzen bin ich auch immer dabei.

Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am Besten?

Mir gefällt das vielfältige Angebot an Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten, so dass jeder die Möglichkeit hat, das zu lernen, woran er Spaß hat und auch Verschiedenes ausprobieren kann. Außerdem gefällt mir der gute Zusammenhalt der Einheit.

Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

Ich engagiere mich hauptsächlich am Wochenende, denn das Ehrenamt ist eine gute Abwechslung zum Berufsalltag. Da mein Arbeitgeber über mein Ehrenamt Bescheid weiß, kann ich auch spontan im Falle einer Alarmierung zu Einsätzen fahren.

Was war Ihr interessantestes und bemerkenswertestes Erlebnis?

Am interessantesten fand ich den Betreuungseinsatz auf dem Katholikentag 2016 in Leipzig. Außerdem hat mir der Sanitätseinsatz auf Ameland sehr gefallen.

Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

Mir gefällt die Abwechslung zum Alltag. Kein Einsatz ist wie der andere und man lernt immer etwas dazu. Dabei hat man viel Spaß mit Kameraden und spürt den Zusammenhalt der Einheit. Von vielen Menschen bekommt man auch was zurück und merkt, dass man etwas sinnvolles tut und helfen kann.

Was wünschen Sie den Maltesern im Bistum Münster für die nächsten 65 Jahre?

Ich wünsche mir, dass sich weiterhin so viele Helfer engagieren und Spaß am Ehrenamt haben.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE33370601201201214730  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7