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Malteser Münster

Ausflug „unter Tage“: Geflüchtete Menschen und Malteser besuchen Trainingsbergwerk

30.08.2017
Ausflug "unter Tage": Beim Besuch im Trainingsbergwerk erfuhren die geflüchteten Menschen viel über die Geschichte des Ruhrgebiets.
Ausflug "unter Tage": Beim Besuch im Trainingsbergwerk erfuhren die geflüchteten Menschen viel über die Geschichte des Ruhrgebiets.

Recklinghausen. Jeden Samstag laden die Malteser in Recklinghausen im ehemaligen Pfarrhaus der St. Michael Gemeinde ins Talk-&-Surf-Café ein. Hier kommen Flüchtlinge und ehrenamtliche Integrationslotsen in gemütlicher Atmosphäre zum gemeinsamen Austausch zusammen. Um einander kennen und verstehen zu lernen.

Jetzt kam die Gruppe wieder zusammen. Jedoch nicht in der gewohnten Umgebung des Cafés, sondern im ehemaligen Trainingsbergwerk der RAG in Recklinghausen. Denn: Wie kann man die regionale Geschichte und die Mentalität des Ruhrgebiets anschaulicher präsentieren als bei einer Führung durch ein ehemaliges Bergwerk? Auch wenn der Bergbau den Arbeitsmarkt nicht mehr bestimmt, besteht in der Region weiterhin eine starke Bindung zur Bergbaukultur. „Diese Traditionen prägen weiterhin das Stadtbild“, weiß Harald Koch, Leiter Integrationsdienste bei den Maltesern. „Integration bedeutet immer auch ein Stück weit Verständnis für die Geschichte“, so Koch weiter.
 
Der Besuch im Trainingsbergwerk trug dazu bei, den geflüchteten Menschen und den ehrenamtlichen Integrationslotsen dieses Hintergrundwissen zu vermitteln. Nach einem Vortrag über geschichtliche Fakten, probierten die Teilnehmer selbst aus, wie sich eine Dieselkatze fährt und erfuhren am eigenen Leib, bei welcher Geräuschkulisse täglich unter Tage gearbeitet wurde.

Zukünftig will Harald Koch noch mehr Möglichkeiten zum kulturellen Austausch organisieren – so wie jetzt beim gemeinsamen Besuch des Trainingsbergwerks. „Bei solchen Ausflügen entwickelt sich ein ganz besonderes Gemeinschaftserlebnis“, ist sich Koch sicher.

Die ehrenamtlichen Integrationslotsen der Malteser unterstützen geflüchtete Menschen bei ihren alltäglichen Herausforderungen, wie der Suche nach einer geeigneten Schule, der Betreuung der Kinder, dem Lernen der deutschen Sprache, dem Einkauf oder Arztbesuch, und begleiten sie beim Gespräch mit Ämtern und Behörden in der neuen Umgebung. Sie helfen ihnen aber auch, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

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