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Malteser Münster

Ein Team für den Notfall gerüstet

Malteser aus dem Kreis Steinfurt stellten Behandlungsplatz zur Absicherung des G20-Gipfels in Hamburg

13.07.2017

Kreis Steinfurt/Hamburg. Die Sirenen heulen im Schulzentrum Hittfeld im Süden Hamburgs. Rund 140 Einsatzkräfte strömen in die bereitstehenden Einsatzfahrzeuge und melden rasch ihre Einsatzbereitschaft. Alexander Kipp von den Maltesern, stellvertretender Leiter der Behandlungsplatzbereitschaft Steinfurt und intern zuständig für den Abmarsch, ist zufrieden.

Während in der vergangenen Woche die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten zwanzig Industrie- und Schwellenländer im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg zusammen kamen, waren auch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Malteser aus dem Kreis Steinfurt im Einsatz: Um im Ernstfall in kürzester Zeit einen mobilen Behandlungsplatz für die Erstversorgung und Betreuung von Verletzten aufzubauen.

Im Konzept des Behandlungsplatzes sind insgesamt 116 Helfer eingebunden, welche sich auf die verschiedenen medizinischen Bereiche, aber auch auf die Führung und die interne Logistik verteilen. „50 Patienten kann der Behandlungsplatz in der ersten Stunde, 50 weitere in den folgenden drei Stunden versorgen, ehe es Nachschub bedarf“, erklärt Alexander Kipp.

Letztlich kamen die Helfer aus dem Kreis Steinfurt zwar nicht zum direkten Helfereinsatz, eine gewisse Anspannung sei aber spürbar gewesen, erzählt Kerstin Hötzel. Die junge Frau ist ausgebildete Zugführerin und wirkte in ihrem Einsatzabschnitt im Leitungstrupp mit. „Wir sind alle gut und sehr kameradschaftlich miteinander klargekommen, aber ein beklemmendes Gefühl war über den gesamten Zeitraum da. Gerade ob der Vorbereitung auf allerschlimmste Einsatzszenarien.“

Bereits in den Wochen vor dem Einsatz hatten Kerstin Hötzel und Alexander Kipp viel Zeit in die Vorbereitung des umfangreichen Einsatzes gesteckt. Hötzel: „Wir haben zum Beispiel Personal rekrutiert und Fahrzeuge organisiert.“ Dabei konnten die beiden auf keinen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen. „Einen vergleichbaren vorgeplanten Einsatz dieser Dimension gab es ja bislang nicht. Eine besondere Herausforderung war das Anpassen unserer taktischen Möglichkeiten an die uns vorher nicht bekannten Hamburger Katstrophenschutzkonzepte“, so Hötzel. „Insofern war der Einsatz herausfordernd und lehrreich zugleich.“

Die Bereitstellung nutzten die Einsatzkräfte unter anderem zur Erprobung der taktischen Konzepte und der Alarmierung. Die Abläufe wurden dabei für den Ernstfall in der Bereitschaft immer wieder geübt und geprobt.

Für die Malteser waren folgende Einsatzkräfte im Einsatz:
Kerstin Hötzel, Claudia Wessels, Clarissa Agsten, Alexandra Averbeck, Marie Beike, Dennis Steinigeweg, Lucas Wilbers, Mike Dudenhausen, Raphael Albert, Frank Achterkamp, Sebastian Barkemeyer, Pascal Evers, Robin Gläser, Jens Hermsen, Aaron Lanvers, Thorsten Plagge, Lars Vehoff, Malte Ventker, Steffen Scharf, Ekrem Akgün, Matthias Dudenhausen, André Muth, Matthias Oergel, Dieter Wehmeier, Marc Helle, Steffen Kuse, Tobias Lange, Alexander Kipp

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