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Malteser Münster

Münsteraner haben ein Herz für Agata: Rettende Herz-OP ist gut verlaufen

Polnisches Mädchen mit angeborenem Herzfehler wohlauf

09.06.2017
Freuen sich, dass die OP gut verlaufen ist und das kleine Mädchen wieder wohlauf ist: Christian Schlichter (links) von den Maltesern und Honorata und Robert Golla mit Agata auf dem Arm.

Münster. Robert und Honorata Golla sind überglücklich und dankbar. Sie halten ihre kleine Tochter Agata im Arm und strahlen vor Freude. Das kleine Baby gluckst fröhlich vor sich hin und strampelt mit den Beinchen. Dass es der kleinen Agata mal so gut gehen würde, war noch vor ein paar Monaten unvorstellbar. Viele Münsteraner mit den WN, ein engagierter Freundeskreis sowie die Malteser haben mitgeholfen, dass die rettende Operation an der Uniklinik stattfinden konnte.

Das kleine polnische Mädchen kam mit einem seltenen Herzfehler zur Welt, der aufgrund ihres niedrigen Gewichts in Polen nicht operiert werden konnte. Als Folge des Sauerstoffmangels der ersten Lebensmonate sind Agatas Beine taub. Über die in Münster lebende Oma Ala kam der Kontakt in die Domstadt zustande. Letzte Hoffnung: Eine rettende Herz-OP durch einen Spezialisten am UKM. Der international renommierte Kinderherzchirurg Prof. Dr. Edward Malec hatte in einem Gutachten bereits zugesagt, das Kind so schnell wie möglich operieren zu wollen. Doch wie sollten Robert und Honorata Golla die benötigten 31.500 Euro für Agatas OP zusammen bekommen?

Corinna Wenke-Schilp aus Albachten ist sich sicher. Sie will den beiden helfen. Sie kennt die Familie, weil Oma Ala auf dem Hof ihres Vaters lebt. Sie wendet sich an die Malteser in Münster. In ihrer Sprechstunde finden Menschen ohne Krankenversicherung Ärzte und medizinische Fachkräfte, die die Erstuntersuchung und Notfallversorgung bei plötzlicher Erkrankung, Verletzung und Schwangerschaft vornehmen. Angerührt von Agatas Schicksal starten sie mithilfe der Westfälischen Nachrichten sofort einen Spendenaufruf. Was dann passiert, überwältigt alle. Innerhalb von gut drei Wochen kommt die benötigte Summe zusammen. Dank der Hilfsbereitschaft der Münsteraner Bürgerinnen und Bürger kann das herzkranke Mädchen operiert werden.  

Fast vier Wochen ist das jetzt her. Agata hat die Herz-OP gut überstanden und konnte das Krankenhaus bereits verlassen. Kurz vor der Rückfahrt nach Hause sind Robert und Honorata Golla, Corinna Wenke-Schilp und Oma Ala mit Agata auf einen Besuch in die Malteser Diözesangeschäftsstelle gekommen. Sie wollen sich bedanken. Oma Ala hat selbstgebackenen Kuchen dabei. „Wir sind gerührt über so viel Mitgefühl der Münsteraner“, versuchen die Gollas ihre Dankbarkeit in Worte zu fassen. Zusammen mit Oma Ala strahlen sie um die Wette. Auch Agata ist gut aufgelegt und schneidet allerlei Grimassen. „Toll, dass es der Kleinen schon wieder so gut geht“, freut sich Christian Schlichter, Diözesanreferent für Fundraising bei den Maltesern. „Auch die Physiotherapie scheint Wirkung zu zeigen, sie bewegt ihre Beine schon richtig gut.“

In der Nacht wird Familie Golla zurück nach Polen fahren. In drei Wochen sind sie aber schon wieder zurück in Münster, weil am UKM die nächste Nachuntersuchung ansteht. Die Prognose ist aber gut, wenn alles klappt, braucht Agata keine weiteren Herz-Operationen mehr.

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