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Malteser Münster

Ein Herz für Agata: OP-Termin steht fest

08.05.2017
Trotz ihres Herzfehler ist Agata ein aufmerksames und lebensfrohes Baby: Nun hoffen alle auf die rettende OP am UKM.
Trotz ihres Herzfehler ist Agata ein aufmerksames und lebensfrohes Baby: Nun hoffen alle auf die rettende OP am UKM.

Münster. Honorata und Robert Golla sind erleichtert – die beiden sind mit ihrer Tochter Agata mittlerweile in Münster-Albachten angekommen und auch der rettende OP-Termin an der Uniklinik Münster steht fest. Der Eingriff soll am 10. Mai stattfinden. Das kleine polnische Baby wurde mit einem seltenen Herzfehler geboren, der in der derzeitigen Situation in Polen wohl nicht operiert werden kann. Über die in Münster lebende Oma Ala und Corinna Wenke-Schilp, die Initiatorin der Aktion, hatten die Eltern den Weg nach Münster gefunden. Eine beispiellose Hilfsaktion folgte.

Auf der Suche nach Unterstützern für die Aktion wandte sich Corinna Wenke-Schilp an die Malteser. In ihrer Sprechstunde für Menschen ohne Krankenversicherung kümmern sie sich jährlich um mehr als 250 Patienten. Sofort erklärten sie sich bereit, die Spendensammlung für Agata zu übernehmen. Unterstützt wurden sie dabei durch die Westfälischen Nachrichten. Nach einem Aufruf für Agata spendeten unzählige Münsteraner kleine bis große Summen für das herzkranke Mädchen aus Polen. So kamen innerhalb von zwei Wochen die benötigten Finanzen zusammen.

„Agata ist den Umständen entsprechend wohlauf“, berichtet Wenke-Schilp. Trotz ihres Herzfehlers sei sie ein lebensfrohes und aufmerksames Baby. „Zur Freude aller isst sie sogar wie ein Scheunendrescher“, fügt sie lächelnd hinzu. Das kleine Mädchen hatte in letzter Zeit Gewicht verloren. Wichtig ist jetzt, dass sie vor der Operation keine Infektion bekommt und vielleicht sogar noch ein paar Gramm zunimmt. Agatas Familie ist überwältigt von so viel Mitgefühl und Engagement der Münsteraner und der Malteser. Nun hoffen alle, dass die Operation gut verläuft und es Agata bald besser geht.

Agatas Familie ist zurzeit noch auf der Suche nach einem Physiotherapeuten, der sich auf Babys und Kleinkinder spezialisiert hat und Agatas Behandlung fortsetzen kann. Als Folge des Sauerstoffmangels der ersten Lebensmonate sind beide Beine taub. Doch die Eltern haben auch da die Hoffnung auf eine 20prozentige Chance, dass sich diese Lähmung nach der Herz-OP auflöst.

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